Politik Inland
JU-Landeschef: Mißfelder hat wichtige Debatte angestoßen

Samstag, 21.02.2009, 12:02 Uhr

Potsdam - Der Vorsitzende der brandenburgischen Jungen Union (JU), Jan Redmann , hat den Bundeschef der CDU- Nachwuchsorganisation, Philipp Mißfelder , gegen Kritik in Schutz genommen. Dieser habe mit seiner „überspitzten Äußerung“ eine wichtige Debatte angestoßen, sagte Redmann laut einer Mitteilung am Freitag. Die „Ruhr Nachrichten“ hatten Mißfelder mit den Worten zitiert: „Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.“ Darauf gab es parteiübergreifend empörte Reaktionen, die Mißfelder im Kern eine Diskriminierung von Hartz-IV- Empfängern vorwarfen.

„Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass eine Reihe von Eltern die ihnen vom Staat für die Versorgung ihrer Kinder zur Verfügung gestellten Mittel nicht sachgerecht verwenden“, meinte Redmann. „Mit einer Erhöhung von Hartz-IV-Regelsätzen allein lässt sich Kinderarmut nicht bekämpfen. Wir müssen darüber reden, wie man allen Kindern gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen kann, auch wenn Eltern ihrer Verantwortung nur unzureichend nachkommen.“ So seien kostenfreie Mitgliedschaften in Sportvereinen oder kostenfreies Schulessen durch Essenmarken wichtiger als die pauschale Erhöhung von Regelsätzen.

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