USC Münster
Schwieriger Weg zurück

Münster - Im Disput zwischen dem Frauenvolleyball-Bundesligisten USC Münster und seiner Außenangreiferin Anika Brinkmann (wir berichteten) mochte der Rechtsbeistand der Spielerin gestern keine Angaben zum Sachverhalt machen...

Dienstag, 03.03.2009, 23:03 Uhr

Münster - Im Disput zwischen dem Frauenvolleyball-Bundesligisten USC Münster und seiner Außenangreiferin Anika Brinkmann (wir berichteten) mochte der Rechtsbeistand der Spielerin gestern keine Angaben zum Sachverhalt machen. „Kein Kommentar“, erklärte der Jurist aus Emlichheim. Dafür redete die verletzte Spielführerin An­drea Berg Klartext. Sie sagte: „Die Mannschaft hatte zuletzt nicht den Eindruck, dass sich Anika zu 100 Prozent einsetzt. Das erwarten wir aber, gerade in unserer so schwierigen Situation.“

Beim Sieg über den VfB Suhl am 8. Februar trat Brinkmann vorerst letztmals für den USC in Erscheinung. Trainer Axel Büring und der Sportliche Leiter Jürgen Schulz stellten später physische Defizite fest. „Zurzeit ist Anika nicht erstligatauglich“, erklärte Schulz. Vergangene Woche wurde die 22-Jährige vom Training freigestellt. Zeitnah soll sie sich nun einem so genannten „Sondertrainingsprogramm“ unterziehen. Genau das hat ihr Büring vor einigen Tagen per SMS mitgeteilt. Die Antwort wird dem 41-Jährigen kaum gefallen haben. Büring: „Anika hat mir geschrieben, dass ich mich wieder melden könnte, wenn sie wieder mit der ersten Mannschaft trainieren dürfe.“

Brinkmann hat beim deutschen Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2010. Schulz wünscht, „dass sie diesen erfüllt.“ Auch die Mannschaft ist offenbar bereit, Brinkmann wieder in ihren Kreis aufzunehmen. Sie knüpft dies aber an Bedingungen. „Anika muss mit uns reden. Einige Möglichkeiten hat sie leider schon verstreichen lassen.“

Die ehemalige Nationalspielerin, die wie Brinkmann früher für Emlichheim spielte, stellt sich vorbehaltlos hinter die von der sportlichen Leitung beschlossenen Entscheidungen. „Anika hat einen ordentlichen Trainingsrückstand, den muss sie nun rasch aufholen. Und danach will das Team von ihr 100 Prozent Einsatz sehen. Wir sind alle und wirklich ohne Ausnahme der Ansicht, dass das in dieser Saison nicht immer der Fall war. Und das haben wir Anika auch mitgeteilt. Als Folge hatten wir ein Statement von ihr erwartet. Leider hat sie sich nicht geäußert, stattdessen den juristischen Weg gewählt. Wir hatten eine andere Reaktion erhofft.“

Brinkmann und der USC - niemand weiß, wo die Reise hingeht. Vielleicht gibt es kein Miteinander mehr. Wäre ihr Ausscheiden ein Verlust? Büring: „Sportlich auf jeden Fall.“

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