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Handel im Münsterland trotzt der Krise

Freitag, 24.04.2009, 19:04 Uhr

Münster - Allerorten Krisenklagen - doch: Die Lage im münsterländischen Einzelhandel ist zumindest derzeit „erstaunlich stabil“. Das erklärte Freitag Michael Radau , Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland (EHV WM). In einer Blitzumfrage bezeichneten 52 Prozent der Händler die Umsatzentwicklung im ersten Quartal des Jahres als „gut“.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarteten 78 Prozent gleichbleibende oder steigende Umsätze. Die Ertragslage ist jedoch für 57 Prozent weniger gut oder schlecht. Aber: 58 Prozent der Händler schätzten die Stimmung ihrer Kunden als eher gut ein. Der EHV WM vertritt 1500 Handelsunternehmen im Münsterland und der Region Dortmund.

Bislang, so gibt Hauptgeschäftsführer Wilm Schulte zu bedenken, seien bei den Verbrauchern meist auch nur die positiven Krisenfolgen angekommen. Vom „Konjunkturprogramm Tankstelle“ spricht er mit Blick auf die eingebrochenen Energiepreise. Was die Verbraucher hier sparten, trügen sie gerne in die Läden.

Aber: Alle Prognosen, die man für 2009 machen könnte, seien angesichts der Krise „Kaffeesatzleserei“, so Radau. Insbesondere eine schnell ansteigende Arbeitslosigkeit würde dem Handel die Geschäfte schnell verhageln. Es seien bereits erste „Schleifspuren“ erkennbar. Bundesweit geht der Branchenverband HDE davon aus, dass der Umsatz nominal stabil bleibt oder um ein Prozent sinkt. Radau: „Es wäre ein zufriedenstellendes Ergebnis, wenn wir das erreichen würden.“

Derzeit zeige sich, dass der Einzelhandel gerade im Münsterland „eine wichtige stabilisierende Funktion“ für die Wirtschaft habe, so Radau. In den Handelsbetrieben hier seien nirgends Entlassungen in größeren Umfang geplant.

Die derzeitigen Probleme einiger Kaufhausketten hätten mit dem Standort Münster „nun gar nichts zu tun“, sagte Schulte. Bei der Kundenfrequenz liege die Westfalenme­tropole auf Platz drei bundesweit lobte EHV-WM-Geschäftsführerin Karin Eksen. Sorgen machen dem Verband eher die möglichen Folgen drohender Kaufhausschließungen in Mittelstädten.

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