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Münsters Topmodel: Liebreiz auf der Leeze

Samstag, 18.04.2009, 07:04 Uhr

Münster - „Darf ich ein Foto machen? Dann habe ich den Beweis, dass ich Steffi getroffen habe.“ Klar, darf die Frau ein Foto von der langbeinigen Blondine schießen. Schließlich kennt sie sie aus dem Fernsehen - die Münsteranerin mit den Traummaßen, die bei „Germanys next Topmodel “ ihren Body mal auf hohen Hacken, mal bibbernd vor Kälte, dann wieder tropfnass oder bei Affenhitze in der Wüste gekonnt bei Fotoshootings in Szene setzte. „Ich freue mich, wenn man mich erkennt“, strahlt das 1,80 Meter große Model, das gestern für den WN-Fotografen den Prinzipalmarkt zum Laufsteg machte und die Blicke auf sich zog.

„Zu schön für mich“, murmelte ein Mann bei diesem hübschen Naturereignis, das auf Lippenstift verzichtet und nur Wimperntusche benutzt. Zwei Mädchen stürmten auf sie zu und wollten vor dem Rathaus ein Autogramm von der strahlenden Stefanie Theißing, für die in der Sendung am Gründonnerstag auf Pro 7 Modelmama Heidi Klum leider kein Bild hatte.

Die 21-Jährige ist zwar raus aus der Sendung, aber das einmalige Erlebnis kann ihr keiner nehmen. „Ich würde es wieder machen. Auch wenn ich in New York einen Notarzt brauchte. Es was alles klasse, Hollywood und Las Vegas einfach beeindruckend. Aber ich habe Münster die ganze Zeit vermisst.“

Steffi, so wird sie genannt, war die Nummer 11765 beim Casting in Düsseldorf gewesen. Tolle Leistung: Mit 16 Mädels ging die Münsteranerin ans Eingemachte, im Bikini und im Brautkleid, für den knallharten Wettbewerb.

Das Topmodel - es sind in den nächsten Sendungen noch acht dabei - steht längst fest. Doch die sympathische Steffi, die mit drei Jahren schon eine kleine Ballerina war, hält dicht. Sie ist bereits seit fünf Wochen wieder in Münster, düst mit ihrer Gazellen-Leeze munter durch die Gegend. „Egal, wie weit du kommst, für uns bist du die Nummer 1“, sagte die Familie. Sie hat zwei Brüder, Andre ist 18 und Marcel ist 17. Ihr Vater arbeitet bei den RWE und ihre Mutter sieht aus wie ihre ältere Schwester. Mit Oma und Opa wohnt Familie Theißing unter einem Dach.

Steffi wurde mit Rosen von ihren Lieben nach dem Ausscheiden vom Bahnhof abgeholt. Natürlich auch von Alex, ihrem Freund, der stolz auf seinen Augenstern ist und sie schwer vermisste. Mit 15 hat sie ihn kennengelernt. Beide besuchten die Realschule im Kreuzviertel.

Zwei Monate kehrte Steffi Münster den Rücken, wurde von Lutz Böhm, Leiter der Espa, der Evangelischen Sozialpädagogischen Ausbildungsstätte, für den Modeltraum beurlaubt. „Ich steig im Sommer wieder in die Oberstufe ein und arbeite jetzt im Ephiphanias-Kindergarten.“

Sie will ihr Fachabitur im Bereich Erziehung und Gesundheitswesen machen. Doch die Agenturen dürften bei ihren Modellqualitäten schon mit den Hufen scharen.

Bei ihrem Ausflug in die Glamour-Welt sind auch Tränen geflossen. Als man beispielsweise ihre naturblonde Prachtmähne ein Stück kürzte. Aus dem Rumgezicke einiger ihrer Mitbewerberinnen, zu denen sie Kontakt hat, hielt sie sich vornehm zurück. „Man hat mir westfälisches Temperament nachgesagt“, lacht die 21-Jährige, die gerne bei H&M und Zara Klamotten kauft, sich am Hafen einen Kaffee oder Cocktail trinkt und gerne ins Heaven geht.

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