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„Damit können wir leben“ - Linke reagieren gelassen auf Abgrenzung

Münster - „Die CDU schwingt die antikommunistische Keule“, wetterte Raimund Köhn. Die SPD agiere mit ihren direkt gegen die Linkspartei gerichteten „Heiße Luft“-Plakaten auf „dem absolut untersten Level“, wetterte Hubertus Zdebel...

Montag, 19.12.2011, 22:48 Uhr

Münster - „Die CDU schwingt die antikommunistische Keule“, wetterte Raimund Köhn . Die SPD agiere mit ihren direkt gegen die Linkspartei gerichteten „Heiße Luft“-Plakaten auf „dem absolut untersten Level“, wetterte Hubertus Zdebel .

Viel Feind, viel Ehr! Frei nach diesem Motto gaben sich die beiden Links-Politiker am Freitag bei einem Pressegespräch sehr zuversichtlich. „Damit können wir leben“, meinte Zdebel zu den anhaltenden Abgrenzungsbemühungen der anderen Parteien.

„Geradezu lächerlich“ sind nach Ansicht von Köhn die ständigen Aufforderungen der CDU an die Adresse des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Wolfgang Heuer, keine Unterstützung von der Linkspartei zu dulden.

Köhn bekräftigte, dass es von der Linkspartei keine Wahlempfehlung zu Gunsten von Heuer geben werde. Aber natürlich auch nicht für den CDU-Bewerber Markus Lewe, wie der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel ergänzte. Lewe und Heuer seien beide „nicht wählbar“. Wen die Anhänger der Linkspartei bei der OB-Wahl aber wählen sollen, ließ das Politiker-Trio offen. Die Linken selbst stellen nämlich keinen Oberbürgermeisterkandidaten und konzentrieren sich auf die Ratswahl.

Was die inhaltliche Arbeit betrifft, so verschärfte Rüdiger Sagel in der Wohnungspolitik die Tonart. Wenn Wohnungsunternehmen - wie in Kinderhaus aktuell der Fall - ihre Bestände vernachlässigen, „dann muss man auch über Enteignung nachdenken“.

Auf jeden Fall gibt es nach Ansicht der Linken eine „zunehmende Armut im reichen Münster“, die zu bekämpfen sei. Mit dem Slogan „Original sozial“ will sich die Partei ihrerseits von der SPD abgrenzen. „Wir haben als erste die Einführung von Mindestlöhnen gefordert“, so Sagel.

Im Straßenwahlkampf will sich die Linke bescheiden geben und „nur“ 60 Plakatständer aufbauen.

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