Ahlener SG
Keinesfalls ein Lieblingsgegner

Ahlen - Nach dem nur um einen Punkt verpassten Direktaufstieg in der Vorsaison und dem Scheitern in der anschließenden Relegation hatte man sich die aktuelle Spielzeit im Lager von Eintracht Hildesheim sicherlich etwas anders vorgestellt...

Mittwoch, 20.05.2009, 14:05 Uhr

Ahlen - Nach dem nur um einen Punkt verpassten Direktaufstieg in der Vorsaison und dem Scheitern in der anschließenden Relegation hatte man sich die aktuelle Spielzeit im Lager von Eintracht Hildesheim sicherlich etwas anders vorgestellt. Vor dem Saisonstart noch als Favorit gehandelt, steht das Team von Manager und Trainer Gerald Oberbeck vor dem letzten Spieltag mit 32:34 Punkten auf einem aus Eintracht-Sicht sicherlich enttäuschenden neunten Tabellenplatz.

Gleich zu Beginn der Saison wurden die Niedersachsen kalt erwischt, als man beim Kellerkind Empor Rostock eine bittere 34:38-Niederlage einstecken musste. Und zumindest auswärts blieb man auch in den folgenden Wochen den Beweis seiner Klasse schuldig: der 28:33-Schlappe beim Aufsteiger in Bremervörde folgte eine 29:30-Niederlage in Altenholz. Gegen den TuS N-Lübbecke hatte man anschließend auch in eigener Halle beim 22:29 nichts zu bestellen, erst im Derby beim HSV Hannover gelang mit dem 30:25-Auswärtssieg wieder ein Erfolgserlebnis. Was folgte waren erneut Pleiten in Hamm, Schwerin und Emsdetten sowie zu Hause gegen Varel.

Erst Ende November gelang es der Oberbeck-Sieben wieder, ihren selbst gestellten Ansprüchen gerecht zu werden. Vier Spiele in Folge (Magdeburg, Schwartau, Wilhelmshaven, Burgdorf) verließ man als Sieger die Platte, ehe das Team bei der knappen 20:21-Niederlage in Dessau wieder einen Dämpfer verpasst bekam.

Dabei hatte man vor der Saison unter anderem mit Torhüter Dennis Klockmann (TuS N-Lübbecke), Linkshänder Matthias Struck, Rückraumshooter Marvin Nartey (beide Rostock) oder Kreisläufer Nikolas Ivakno (Zürich) durchaus Qualität verpflichtet, musste aber notgedrungen einsehen, dass die acht Abgänge von Gorpishin, Lakenmacher, Hairston, Vaskevicius, Wagesreiter, Kreckler, Tzimourtos und Kaluzinski nicht so einfach zu kompensieren waren.

Und auch für die kommende Saison bekam Gerald Oberbeck in diesen Tagen schon die erste Absage: Neben Torhüter Andreas Stange verlässt überraschenderweise auch Magnus Andersen die Niedersachsen. Der Norweger, hierzulande noch in bester Erinnerung aus seiner Zeit bei der Ahlener SG, beendet seine aktive Laufbahn und kehrt im Sommer in seine Heimat zurück. Grund für das unerwartete Karriereende des 33-jährigen Linkshänders ist sein Knie, das auch nach einer Operation eine Fortsetzung des Engagements im Leistungshandball nicht zulässt. „Magnus hat die Situation ausführlich mit den Ärzten besprochen und erörtert. Fakt ist: Sein Knie ist dauerhaft geschädigt. Deshalb hat er mir mitgeteilt, dass er nicht weiter Handball spielen wird“, erklärte Cheftrainer Oberbeck, der den Linkshänder gerne noch ein Jahr länger in seiner Mannschaft gesehen hätte.

Kurz vor Weihnachten gab es im Hinspiel in der Hildesheimer Sparkassen-Arena übrigens ein 24:24-Unentschieden zwischen beiden Teams. In der Gesamtbilanz aus bisher 15 Zweitliga-Begegnungen zwischen beiden Teams haben die Niedersachsen jedoch klar die Nase vorn. Zehn Hildesheimer Siegen stehen nur drei Erfolge der Rot-Weißen gegenüber, zwei Partien endeten Remis. Gelegenheit also für die Pfänder-Sieben, diese Bilanz zum Saisonkehraus noch ein wenig aufzubessern.

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