Archiv
Großbrand in Haltern - Gefährlicher Einsatz durch explodierende Munition

Sonntag, 24.05.2009, 18:05 Uhr

Haltern - Das ist für Feuerwehrleute ein gefährlicher Einsatz: Ein Waldbrand in einem abgelegenen Gebiet, in dem sie während ihrer Arbeit explodierende Übungsmunition knallen hören. Genau dieser Aufgabe mussten sich die Brandschützer am Wochenende in der „Hohen Ward“ in Haltern stellen.

Im Boden des als „Militärischer Sperrbereich“ gekennzeichneten Gebiets wimmelt es von Munition. „Als wir am Samstag gelöscht haben, hörten wir das Knallen an verschiedenen Orten“, berichtete der stellvertretende Stadtbrandmeister von Haltern, Christoph Deitermann , unserer Zeitung. Die Hitze hat die Übungsmunition explodieren lassen. Darum sind die Feuerbekämpfer gezwungen, auf den Wegen zu bleiben. „Wir können die Innenfläche nicht erreichen“, berichtet Deitermann.

Das Feuer war am Samstag gegen 14 Uhr in dem abgelegenen Gebiet ausgebrochen - warum, blieb unklar. Mit einer betroffenen Fläche von zwölf Hektar handele es sich bei dem Brand schon um „eine große Nummer“. An beiden Tagen waren jeweils 200 Feuerwehrleute im Einsatz - unter anderem aus dem Kreis Borken. Am Sonntag waren zwei Bundeswehr-Hubschrauber aus Rheine im Einsatz, die die Brandnester löschen sollten. Die Helikopter vom Typ Sikorsky Ch-53 können bis zu 5000 Liter Löschwasser transportieren.

Das Problem der Feuerwehr : Die Flammen fressen sich in den mulchigen Boden. „Das Feuer geht in die Tiefe, da kommen wir nicht mehr dran“, beschreibt Deitermann. Darum sollen die Hubschrauber den Boden so durchnässen, „dass den Flammen der Garaus bereitet wird“. Die Feuerwehr ging am Sonntag davon aus, dass die letzten Nester bis zum Abend gelöscht sein würden.

Das betroffene Gelände ist etwa vier mal vier Kilometer groß und dient dem englischen Militär als Schießplatz. Waffen und Munition werden dort angeblich nicht gelagert.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/553208?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F596571%2F596596%2F
Stadt prüft nach Abbruch Konsequenzen
Das Haus Oststraße 21 (links) ist inzwischen teilweise abgerissen. Die Stadt hat daraufhin die Abrissbaustelle versiegelt.
Nachrichten-Ticker