IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land
Mettingen: Wanderweg entsteht in 72 Stunden

Montag, 11.05.2009, 18:05 Uhr

Mettingen . „Ihr seid nicht die ‚Null-Bock-Generation‘, ihr habt ein Zeichen gesetzt und aus einem Trampelpfad einen Weg entstehen lassen“, lobte Mettingens Bürgermeister Helmut Kellinghaus , am Sonntagmorgen bei der offiziellen Einweihung. Den neuen Weg hatten die Jugendlichen bei der 72-Stunden Aktion erstellt. Gemeinsam mit Pastor Rainer B. Irmgedruth und Stefan Lücke , als Hauptorganisator vom Sachausschuss Jugend, durchschnitt Kellinghaus das Band zur Freigabe des „72-Stunden Patts“.

Drei Tage zuvor hatten die die jugendlichen Teilnehmer, Bürgermeister Kellinghaus, Bauamtsleiter Michael Krause-Hettlage und einige Vertreter der Kirchengemeinde den Umschlag mit der Aufgabe: Innerhalb von 72 Stunden sollten die beteiligten Verbände in Mettingen einen Verbindungsweg zwischen Bergstraße und Grünem Weg ausbauen. Der Weg ist rund 100 Meter lang und bislang lediglich als Pättken vorhanden.

Mehr als 70 Jugendliche und freiwillige Helfer aus den aus den katholischen Jugendvereinen und -verbänden der St.-Agatha-Gemeinde, wie die Messdiener (MJM), die Christliche Jugend Mettingen (CJM), die Landjugend ( KLJB ), der Jungkolping, die Christliche Arbeiter Jugend Schlickelde-Espel (CAJ), die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) arbeiteten gemeinsam an der sozialen, ökologischen und gemeinnützigen Aufgabe.

Am Freitagmorgen hieß es für das Organisationsteam, um Anne Albermann, Stefanie Schindler, Florian Tietchen, Theresa Fieker und Kaplan Dr. Antonius Hamers, für die Materialien, Arbeitsgeräte, Maschinen sowie die nötige Verpflegung zu sorgen. „Wir sind bei den Spendern mit offenen Armen empfangen worden. Die Firmen wussten bescheid und haben uns gegeben, was möglich war“, freute sich Stefan Lücke, der im Namen der Pfarrjugend allen Spendern sehr dankbar ist.

So streiften die Jugendlichen am Freitag nach Schulschluss die Arbeitshandschuhe über. Tatkräftig verteilten die Aktiven mit Schaufeln und Schiebkarren den Brechersand, ein Sand-Zement-Gemisch auf die ausgehobene Fläche.
Ralf Specking kofferte mit dem Bagger, bis zum Einbruch der Dunkelheit den 1,50 Meter breiten Weg aus. Mit drei Trecker-Anhänger-Gespannen transportierten die Helfer den Mutterboden zum Grundstück der Familie Voss ins Köllbachtal.

Auch das Kooperationsteam des Kreises Steinfurt schaute auf der Baustelle vorbei. Schon von weitem erkannte man die fleißigen Helfer mit ihren 72-Stunden-Westen.

Überall war ein gutes Miteinander bei den Jugendgruppen zu spüren. Die Essenszeiten im Pfarrheim und auf dem Georgshof gestalteten sich zu wahren Höhepunkten. „Es ist toll, dass viele Firmen und Privatpersonen uns mit Kuchen, Brötchen, Würstchen und vielem anderen versorgt haben“ sagte Stefanie Schindler, Vorsitzende des SAJ.

Mehr als 40 Tonnen Schotter verschluckte der Weg am Samstag. Dank der zahlreichen Talente der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden Maschinen und Trecker umfunktioniert und so zu Hilfsmitteln. Mit einer Walze mussten zwischenzeitlich die Materialschichten gewalzt werden. Als letzte Decke brachten die Teilnehmer ein Hochofengranulat auf. Zwischenzeitlich pflanzten die jungen Erwachsenen die gespendeten Sträucher und Bäume am Wegesrand und setzen Grenzsteine zur Wegverschönerung.
Die Kreativabteilung ließ sich etwas ganz besonders einfallen: Aus Holzlatten fertigten sie neun Kästen an, die später mit Naturmaterialien gefüllt und zum Sinnespfad gestaltet wurden. Gleichzeitig gravierten die „Künstler“ das Holzhinweisschild mit der Aufschrift „72-Stunden-Patt“.

„Mit Kopf, Herz und Hand haben alle an diesem Projekt gearbeitet“, freute sich Kaplan Dr. Antonius Hamers. Er segnete den neuen Wanderweg. einsegnete.

Die Gemeindemitglieder waren nach der Begehung des Weges mit Sinnespfad begeistert. Die Jugendlichen waren allerdings entsetzt, dass ein Hund sein „Geschäft“ im neuen Sinnespfad verrichtet hatte. Bürgermeister Kellinghaus nahm daraufhin den Wunsch nach einem Tütenautomaten für Hundekot und einem Mülleimer mit ins Rathaus.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/371875?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F596571%2F596596%2F
Mehr Unfälle, aber weniger Schwerverletzte
Im vergangenen Jahr gab es in Münster mehr als 11 500 Verkehrsunfälle.
Nachrichten-Ticker