Schützenfeste im Kreis Coesfeld
Ein Weißer nach 16 Jahren König 

Von Heinz Habers Dülmen. Der zweite Tag des Jubiläumsschützenfestes anlässlich des 275-jährigen Bestehens der Schützenbruderschaft St. Jakobus Mitwick-Weddern 1734 e.V. begann am Sonntag mit dem Antreten auf der Karthaus...

Montag, 20.07.2009, 11:07 Uhr

Dülmen . Der zweite Tag des Jubiläumsschützenfestes anlässlich des 275-jährigen Bestehens der Schützenbruderschaft St. Jakobus Mitwick-Weddern 1734 e.V. begann am Sonntag mit dem Antreten auf der Karthaus, einem Festhochamt unter der Leitung von Kaplan Hempelmann von der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz und einer anschließenden Gefallenenehrung. Nach dieser ruhigen und würdigen Einleitung wurde es beim Königsschießen dann deutlich lauter. Mit dem insgesamt 179. Schuss holte Matthias Bergkeller den Vogel um 17.10 Uhr von der Stange.

Unter den Anfeuerungsrufen der jungen Garde, der er seit vielen Jahren angehört, ließ er als letztlich einziger verbliebener Kandidat dem hölzernen Federvieh mit gezielten Schüssen keine Chance. Matthias Bergkeller sorgte dafür, dass der König in Mitwick-Weddern erstmals seit 16 Jahren nach Burkhard Nettebrock wieder aus den Reihen der Jungschützen kommt, wofür er vom ganzen Verein auf den Schultern seiner weißen Kameraden gebührend gefeiert wurde. Der Jubiläumskönig ist ein Weißer - so hallte es noch lange über den wiederum gut gefüllten Festplatz.

Zur Königin erwählte sich der Wedderner seine Nachbarin Nadine Pelkum. Begleitet vom Mundschenkpaar Britta Rybarczyk und Andreas Averkorn, den beiden Ehrendamen Ramona Winkelsett und Heike Stegehake sowie den Ehrenherren Michael Pelkum und Hendrik Eistrup marschierten die Majestäten um 20 Uhr ins Festzelt ein. Vom Vereinsvorsitzenden mit der Kette und dem Diadem ausgezeichnet, eröffneten sie den St. Jakobus-Königsball mit einem Walzer und feierten mit ihren Untertanen bis in den frühen Morgen hinein.

Zum Ausklang des Jubiläumsschützenfestes trafen sich die Mitwick-Wedderner gestern zum traditionellen Frühschoppen, der seinem Namen keine Ehre machte und alles andere als früh endete. Bei dieser Gelegenheit erhielten sowohl Dieter Naber als auch Bernhard Höltken ein Präsent, weil sie seit 32 Jahren als Schießwarte für den Verein tätig waren und am Samstag mit dem Kaiserschießen ihre letzte Schicht ablieferten.

Ein sehr positives Resümee zog Vorsitzender Bernhard Steinberg nach dem dritten Tag des Jubiläumsfestes: „Alles hat gut geklappt, die Organisation war nahezu perfekt, der Besuch grandios, die Stimmung trotz schlechten Wetters nicht zu übertreffen, und wir haben zwei spannende Schießen an der Vogelstange erlebt. Ich glaube, wir können mit dem Fest zu unserem 275. Geburtstag rundum zufrieden sein.“

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