Nabu-Serie
Bitter für Kühe, süß für Insekten

Mittwoch, 12.08.2009, 11:08 Uhr

Auf den ersten Blick mag der Anblick verwundern: „Was ist das denn für eine Pflanze mit den lustigen Püscheln?“ An einen Hasenschwanz nämlich erinnern die Blüten dieser Kleeart . Doch wer denkt, deshalb habe die Pflanze ihren Namen „Hasen-Klee“ erhalten, hat weit gefehlt. Auch mögen Hasen den Klee nicht gerne futtern, ganz im Gegenteil sogar: Der Hasen-Klee ist sehr hart und schmeckt recht bitter. Die Bezeichnung „Hasen-Klee“ rührt vielmehr daher, dass der Klee damit als untaugliche Weidepflanze gekennzeichnet werden sollte. Manche nennen die Pflanze deshalb auch „Mäuse-Klee“. Will heißen: Sie ist nichts für „richtige“ Weidetiere wie Schafe oder Kühe.

Dennoch hat es der Hasen-Klee mit seinen anfangs silbrig-weißen, später rötlichen lang und dicht behaarten Blüten in sich. Immerhin wurde er früher als Medizinpflanze gegen Gicht und Durchfälle geschätzt. Auch heute findet er Verwendung in der homöopathischen Medizin. Wer an einer Stelle Hasen-Klee wachsen sieht, der kann genau sagen, wie der Boden dort beschaffen ist. Denn der Hasen-Klee wächst auf sehr sandigen und sauren Böden. Die Pflanze ist ein wahrer Pionier und besiedelt offene Flächen, lange bevor sich dort andere Pflanzen ansiedeln.

Auch wenn der Hasen-Klee für Weidetiere unwichtig ist, so hat er eine große Bedeutung für andere Lebewesen. Mit Vorliebe laben sich Bienen und Hummeln an dem Nektar seiner Blüten, denn der schmeckt ganz und gar nicht bitter.

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