Special: Kommunalwahl Recke
Reckes CDU-Kandidat Eckhard Kellermeier: Mit Tempo neues Ziel fest im Blick

Mittwoch, 19.08.2009, 09:08 Uhr

Recke . Fest im Sattel sitzt Eckhard Kellermeier schon, wenn er bei gutem Wetter mit dem Rad von Püttenbeck aus zum Recker Rathaus radelt. Dabei rollt er auch ein Stück über den neuen Bürgerradweg an der Ibbenbürener Straße, den er als Vorstandsmitglied der dortigen Radweginitiative mit hat Wirklichkeit werden lassen. „Ich bin immer so flott unterwegs“, meint der 45-Jährige schmunzelnd, als er dann durchs Rathaus eilt, das Notebook unterm Arm.

Der Bürgermeisterkandidat der CDU Recke/Steinbeck legt Tempo vor. Auch daheim: Auf dem heimischen Hof in Püttenbeck eilen ihm die drei Söhne Nick (8), Moritz (6) und Peter (3) schon aufgeregt entgegen. Jetzt beginnt für den Familienvater die „zweite Schicht“, wie er sagt. Fußball spielen, herumtollen und Wuselei mit der kleinen Rasselbande – Vater Kellermeier ist mit vollem Körpereinsatz dabei und wälzt sich beim Toben auch mal über den Rasen. Vor allem der Jüngste ist ein Fußballnarr: „Er kommt mir oft schon mit dem Ball entgegen und sagt: ,Papa, schießen’“, erzählt Kellermeier.

Und auch beim Treffen mit unserer Zeitung ist das quirlige Kindertrio voll in Aktion. „Bei uns ist es immer lebendig“, sagt Kellermeier. „Ruhe gibt es erst, wenn die Kinder im Bett sind.“ Kein Wunder, dass die Familienpolitik ein Schwerpunkt des CDU-Kandidaten ist, der unter anderem die Betreuung der Unter-Dreijährigen ausbauen möchte. An Recke schätzt er das umfassende Schulangebot und die Freizeitmöglichkeiten.

Kellermeier, der aus der Schaler Familie Wacker stammt, wohnt seit 1993 in der Gemeinde Recke. Er und seine Frau Iris haben 1999 geheiratet. In Püttenbeck ist er längst fest verwurzelt und sogar Fastabendältester.

Seine Dynamik hat nichts Aufgesetztes: Er ist weit über das Tecklenburger Land hinaus als Fußballer bekannt. Bereits in seiner Jugend in Schale war er beim dortigen Sportverein als Spieler, Jugendtrainer und Vorstandsmitglied am Ball. Das setzte sich beim TuS Recke fort. „Dort habe ich einige schöne Jahre in der Bezirksliga verbracht.“ Und nach dem Weggang von Simon Rolfes trainierte er von 1999 bis 2001 die in die Landesliga aufgestiegene B-Jugend. Zeiten, an die sich Kellermeier gern erinnert. In den vergangenen drei Jahren hat er die Minikicker betreut und ist im Vorstand der Alt-Herren-Abteilung aktiv.

Kraft tankt Kellermeier neben dem Sport vor allem im Familienkreis. Und auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Anwesen der Familie in Püttenbeck mit dem liebevoll gepflegten Garten gibt es immer etwas zu tun. Seine Frau Iris schätzt an ihrem Mann nicht nur, dass er lieb zu den Kindern ist und viel Zeit mit ihnen verbringt, sondern auch, dass er immer mit Ruhe bei der Arbeit ist. „Wir haben uns das schon gut überlegt“, sagt sie zu seiner Kandidatur und beteuert: „Ich steh voll hinter ihm.“ – „Ja, der Papa soll Bürgermeister werden“, ruft der kleine Peter.

Nicht nur, weil auch seine Schwiegermutter mit im Haus wohnt, ist Generationen-übergreifendes Wohnen für Kellermeier selbstverständlich. „Ich komme aus einer großen Familie.“ 1964 in Schale geboren und dort mit acht Geschwistern aufgewachsen, hat Kellermeier in Hopsten die Ketteler-Realschule sowie die Hüberts’sche Handelsschule besucht. Von 1983 bis 1986 ließ er sich beim Kreis Steinfurt zum Verwaltungsfachangestellten ausbilden. Seit 1987 ist er bei der Gemeinde Recke tätig, absolvierte er von 1989 bis 1992 die Ausbildung für die gehobene Beamtenlaufbahn und erwarb von 1992 bis 1996 berufsbegleitend an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Münster das Kommunaldiplom. Bei der Gemeinde Recke ist er seit 1994 im Hauptamt tätig, wo die Geschäftsführung für den Gemeinderat sowie EDV und Energiemanagement zu seinen Hauptaufgaben gehören. So hatte die Gemeinde 2006 für ihre Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik als 15. Kommune in Deutschland den European Energy Award erhalten, woran Kellermeier federführend beteiligt war. Derzeit beschäftigen ihn ein Energiekataster für die Liegenschaften der Gemeinde und die Mittelverwendung aus dem Konjunkturpaket II.

Kellermeier verhehlt nicht, dass er das Amt des Bürgermeisters als berufliche Herausforderung betrachtet. „Der hauptamtliche Bürgermeister ist in kleineren Gemeinden eher Chef der Verwaltung, als oberster Repräsentant“, ist Kellermeier überzeugt. Gäbe es die frühere „Doppelspitze“ noch, hätte er das Amt des Gemeindedirektors angestrebt. Er hat also keine Bange davor, auf ein noch schnelleres „Politfahrrad“ mit vielen Gängen umzusatteln. Aber auch dann möchte er gern weiter zur Arbeit radeln.

www.eckhard-kellermeier.de

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