Lokales
Volkstrauertag: Das Gedenken darf nicht aufhören

Sonntag, 15.11.2009, 21:11 Uhr

Münster - Zum Schluss erklang die Nationalhymne - andächtig angestimmt im Rathausfestsaal bei der Gedenkfeier zu Ehren der Opfer von Krieg und Gewalt. Zu Beginn der Veranstaltung, die alljährlich von der Stadt Münster, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie der Gemeinschaft deutscher Soldatenverbände zu Münster ausgerichtet wird, begrüßte Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson die über 200 Gäste. Sie mahnte junge und alte Menschen, den 1952 eingeführten staatlichen Gedenktag nicht als veraltetes Ritual abzutun, sondern ihn stets als Wegweiser in die Zukunft zu betrachten. „Mögen wir Deutschen das Trauern nie wieder verlernen“, richtete Vilhjalmsson einen Appell vor allem an die jüngere Bevölkerung. Schülerinnen der Marienschule und die Chormitglieder des Gymnasiums Paulinum kamen dieser Aufforderung gerne nach.

Mit englischsprachigen Gesangsstücken und Wortbeiträgen internationaler Schriftsteller widmeten sie sich den Themen Krieg und Tod auf tiefgründige Art und Weise.

Musikalisch begleitet wurden sie dabei von dem Bläserquintett des Luftwaffenmusikkorps 3. In seiner anschließenden Gedenkansprache verdeutlichte der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Thomas Sternberg noch einmal Stellenwert und Wichtigkeit des Volkstrauertages: „Das Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt ist unmittelbar verknüpft mit Erinnerung, Verantwortung und Gegenwart. Denn noch zur heutigen Zeit sind über 10.000 deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen auf der ganzen Welt aktiv“, mahnte Sternberg.

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