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Verschwundene Myriam (18) im Rhein ertrunken

Münster/Straßburg. Die 18-jährige Myriam Caseiro, die seit dem 8. November verschwunden ist, ist offenbar tot. Das berichten französische Medien. Die junge Frau, deren Mutter aus Münster stammt, wurde bereits am Donnerstag leblos in einem Nebenarm des Rheins gefunden. Nach Ansicht der französischen Staatsanwaltschaft könnte es sich um einen Selbstmord handeln. An ihrem Körper...

Samstag, 28.11.2009, 16:11 Uhr

Münster /Straßburg. Die 18-jährige Myriam Caseiro, die seit dem 8. November verschwunden war, ist tot. Bei einer Pressekonferenz am Samstag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass es keine Anzeichen für ein Verbrechen gebe. Das berichten französische Medien.

Die junge Frau, deren Mutter aus Münster stammt, wurde bereits am Donnerstag leblos in einem Nebenarm des Rheins gefunden. Eine Autopsie sollte Klarheit über den Tod der Schülerin bringen, erklärte Staatsanwalt Jacques Louvel in Straßburg.

Nach Ansicht der französischen Staatsanwaltschaft könnte es sich um einen Selbstmord handeln. An ihrem Körper seien keinerlei Spuren von Gewalt festgestellt worden.

Das Verschwinden der jungen Frau hatte großes Aufsehen in den Medien erregt. Ihr Onkel aus Münster, Martin Lohoff , hatte eine Internetseite für Myriam erstellt. Zahlreiche Fernsehsender berichteten europaweit über den mysteriösen Fall. Tausendfach wurden Plakate in Straßburg aufgehängt, wo die Schülerin mit ihrer Mutter Kirsten Lohoff lebte.

Bereits am Donnerstag soll nach Berichten des "Nouvelle Obs" ihr leiblicher Vater Fernando Caseiro, ein Portugiese, die Leiche des Mädchens identifiziert haben.

Myriam Caseiro war am 8. November gegen 23 Uhr von ihrem Freund, den sie seit acht Monaten kannte, nach Hause gebracht worden. Gegen Mitternacht verließ sie das Haus, allerdings ohne Papiere, Handy oder Geld.

Zuletzt wurde nach einem Mann gesucht, mit dem sie vor ihrem Elternhaus noch gesprochen haben soll. Alle Aufrufe, diesen Zeugen zu finden, blieben allerdings erfolglos.

Ihre Familie in Münster - hier leben ihren Großeltern, ein Onkel und eine Tante - hatte gehofft, durch eine breite Medienöffentlichkeit, das Mädchen noch finden zu können. Tatsächlich wurde sie nun auf der deutschen Seite der Grenze in der Nähe Straßburgs gefunden.

Für ihren Onkel bleibt der Tod des Mädchens weiter rätselhaft. Wie ein Sprecher der Familie mitteilt, habe es im Vorfeld keine Anzeichen für mögliche Selbstmordabsichten gegeben.

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