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„Gesicht der Sportstadt Ahlen“: Verdienstkreuz für Dieter Massin

Donnerstag, 10.12.2009, 16:12 Uhr

Ahlen/Warendorf - Sein Konterfei wurde in ganz Deutschland plakatiert. Doch nicht erst die Portraitaktion rund um sporttreibende Senioren - ins Leben gerufen von Ministerin Ursula von der Leyen - haben Dieter Massin überregional bekannt gemacht. Die Liste der Verdienste ist lang. So lang, dass Ehrengast Wilhelm Köster den Landrat zwangsläufig nach dessen Laudatio auf „so einige Lücken“ in der Vita des Geehrten hinweisen musste.

Anlass dieser Feststellung war eine würdevolle Feierstunde: Am Donnerstagmittag wurde Dieter Massin im Kreishaus Warendorf das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. „Sie haben immer gefragt: Wo kann ich mich einbringen?“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Inzwischen hat es sich bis nach Berlin herumgesprochen, was Sie geleistet haben.“ Massin habe durch sein langjähriges Engagement - vor allem im sportlichen Bereich - auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Im Jahr 1967 war Dieter Massin als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Leichathletik-Abteilung des Spiel- und Sportvereins (SSV) „Westfalia“ Ahlen und in der späteren Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Ahlen als Trainer, Jugendbetreuer und vor allem Ideengeber für neue Wettkampfformen sowie Ausrichter von Sportveranstaltungen aktiv. „Schon 1960 begann Ihr sodann 34 Jahre andauerndes Engagement als Leiter von internationalen Jugendbegegnungen“, erinnerte Gericke. „Ihre Idee, die ,Mammutiade im Sportpark Nord, begeisterte Tausende von Kindern aus ganz Europa.“

Unter anderem leitete der Sportfreund von 1967 bis 2001 alle Kreis-Schulsportfeste der Leichathletik in Ahlen und war als Organisator und Initiator der Stadt-Schulsportfeste in Leichtathletik, Handball, Basketball und Schwimmen maßgeblich beteiligt. 1967 gründete Dieter Massin die „Freiwilligen Schüler­Sportgemeinschaften“ und fungierte darin bis 2001 als deren Organisator. Für den Kreissportbund Warendorf war der Ahlener zunächst von 1979 bis 1990 als Schulsport-Beauftragter tätig, anschließend bis 1996 als Geschäftsführer und danach als Vorsitzender (bis 2004).

Bereits in den 60er Jahren begann Dieter Massin seine Mitarbeit auf der regionalen Ebene des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW). Von 1967 bis 1977 arbeitete er im Leichtathletik-Jugendausschuss des FLVW mit und gehörte als Kreis-Leichtathletik-Obmann dem Vorstand des Kreises Beckum an. Als ehrenamtlicher Landestrainer in der Disziplin Stabhochsprung führte Massin von 1966 bis 1975 zahlreiche westfälische Talente an die Spitze. Hinzu kommen Trainerausbildungen in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens, die Dieter Massin im Auftrag des Bundesentwicklungshilfeministeriums von 1969 bis 1974 wahrnahm.

In den vergangenen 30 Jahren kamen noch zahlreiche weitere Ämter hinzu, die kaum detailliert aufzulisten sind.

Aber: Bei all diesen Tätigkeiten kam die Familie nie zu kurz. Fünf Kinder und eine starke Frau haben nach den Worten des Landrats die tragenden Säulen für den sportlichen Erfolg des jetzigen Bundesverdienstkreuzträgers gebildet. Auch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller bekräftigte in seinem Grußwort diese Tatsache: „Dieter Massin ist ein typisches Ahlener Phänomen - ein Mensch der Familie, ein Mann des Sports.“ Massin stehe für die Sportstadt Ahlen, gebe ihr ein Gesicht in der Welt, betonte das Stadtoberhaupt und Verband seine Gratulation mit der Überreichung einer Flasche Westfälischen Korns, verziert mit der Silhouette des historischen Ahlener Rathauses.

Mit Wilhelm Köster und Herbert Rüsing kamen letztlich zwei jahrzehntelange Wegbegleiter Dieter Massins zu Wort, die ihn nicht nur von der sportlichen Warte aus kennen und schätzen, sondern auch privat. „Dieser Mann ist immer auf der Suche nach Neuem, oft hat er es gefunden“, sagte Köster und schloss getreu der von Massin kreierten Kunstfigur Juppa, die nicht nur bei AZ-Lesern bekannt ist: „Jung, mach et weita so!“

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