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Medikamententafel in Dülmen: 115 Rezepte in drei Monaten 

Mittwoch, 13.01.2010, 19:01 Uhr

Dülmen - Das erste Quartal ist vorbei; Zeit, bei der Medikamententafel der Dülmener Tafel eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. „Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen“, so Tafel-Vorsitzende Yvonne Redmann . „Die Medikamententafel ist ganz toll angenommen worden.“

Zwischen 110 und 115 Rezepte hat die Tafel in den ersten drei Monaten gezählt. „Wir wollen nun noch zwei weitere Quartale abwarten, wie es läuft, und dann schauen, was in den Abläufen noch verbessert werden kann“, sagte Redmann.

Für viele Kunden der Tafel bedeute das Angebot eine „große Erleichterung“. Viele würden zwar sonst in die Apotheke kommen, es beim Blick aufs Preisetikett jedoch oft anders überlegen und das Medikament - obwohl dringend benötigt - doch nicht kaufen, weil das Geld fehlt.

Die Dülmener Tafel ist erst die zweite in Deutschland , die eine Medikamententafel anbietet. Nun haben sich weitere Tafel erkundigt. „Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter“, sagte Redmann, die beim überregionalen Tafeltreffen im März von dem Projekt berichten wird.

Bei der Medikamententafel können Tafelkunden seit Oktober nicht-rezeptpflichtige Medikamente in der Apotheke zum halben Preis bekommen. Die andere Hälfte des Preises übernimmt als Schirmherrin die Herzogin von Croy. Kunden können sich beim Arzt ein so genanntes grünes Rezept ausstellen lassen. Dieses lassen sie bei der Tafel abstempeln, und gehen dann in die Apotheke.

Die Tafel schickt außerdem ein Dankeschön an alle, die in der Vorweihnachtszeit der Tafel Geld oder Lebensmittel gespendet haben. „Wir waren überwältigt, wer alles an uns gedacht hat.“ Viele anonyme Spender seien darunter gewesen, die Sternsinger hätten an die acht Zentner Süßigkeiten gesammelt. „Wir haben jetzt einen super Vorrat an Süßigkeiten. Das hält eine Weile vor“, freut sich Yvonne Redmann. Auch die Tafelkörbe in den Märkten seien in der Woche vor Weihnachten doppelt so voll gewesen wie sonst.

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