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Ziellinie erfolgreich überquert

Montag, 22.03.2010, 21:03 Uhr

Sassenberg/Norwegen - Der Sassenberger Bernhard Schuchert hat mit seinem Schlittenhundeteam am Wochenende in der Finnmark in Nordnorwegen das längste Schlittenhunderennen Europas und das nördlichste Rennen der Welt erfolgreich beendet. Er belegte beim Finnmarkslopet , das die Hundeteams 1000 Kilometer von Alta bis nach Kirkenes an der russischen Grenze und wieder zurückführt, den achtbaren 16. Platz von 42 angetretenen Schlittenhundeteams. Nur ein nicht norwegischer Musher, so nennen sich die Schlittenhundesportler im Fachjargon, war besser als der Deutsche.

Seine ersten Worte als er in Alta die Ziellinie überquerte waren: „So, ja!“, was bei dem aus Hessen stammenden Musher etwa so viel heißt wie: „Das hätten wir auch wieder einmal geschafft!“ oder „Schön war´s!“

Bernhard Schuchert startete zum neunten Mal beim Finnmarkslopet und überquerte ebenso oft die Finish Line in der Fußgängerzone in Alta, dem Start- und Zielpunkt des Rennens. Schuchert ist in Insiderkreisen damit seit einem Jahrzehnt der beste in Deutschland ansässige Langdistanz-Schlittenhundesportler. Wolfram Schumacher aus Florstadt belegte den 29. Platz und hatte zum Schluss Mühe, sein Hundeteam bei heftigem Schneesturm in den letzten Checkpoint vor dem Ziel zu bringen. Dort gönnte er sich und seinen Hunden eine längere Pause, um dann die letzten 50 Kilometer zum Ziel in Angriff zu nehmen. Vorzeitig ausgeschieden sind Thomas Hoffmann aus Bayern und Ben Junghaenel aus Niedersachsen.

Im Ziel, wo alle ankommenden Musher interviewt wurden, dankte Bernhard Schuchert vor allem seiner Frau Carola, die die Hunde im eigenen Domizil in der Nähe von Östersund, Schweden, perfekt auf das Rennen vorbereitet hatte. Ein TV Team des NDR wird am Sonntag (28. März) um 18 Uhr über das härteste Schlittenhunderennen Europas berichten. Die Sassenberger Huskies werden da auch gezeigt werden.

Inzwischen ist Bernhard Schuchert bereits wieder zu Hause und im Büro bei der Firma Claas in Harsewinkel im Einsatz. Zu Ostern geht es noch einmal in den skandinavischen Norden, wo es gemeinsam mit Frau Carola auf einige Touren mit den Hunden geht, dann werden die Zelte in Schweden abgebrochen und die Heimreise nach Sassenberg angetreten.

Wie die Pläne für die nächste Saison aussehen werden, ist noch nicht sicher. Aber wahrscheinlich wird es wieder ähnlich ablaufen wie in diesem Jahr. Dann werden wieder das 600 Kilometer lange Femundlopet und das 1000 Kilometer lange Finnmarkslopet auf dem Programm stehen. Wobei das Femundlopet im nächsten Jahr etwas interessanter sein wird, das es gleichzeitig als IFSS (International Federation of Sleddog Sports) Weltmeisterschaft ausgeschrieben wird. Dann dürfte die Konkurrenz noch größer sein. Vielleicht starten dann die Schucherts sogar mit zwei Teams, denn Tochter Ronja wollte auch einmal ein Rennen mit den Sassenberger Huskies fahren, was Sohn Florian schon vorgemacht hatte.

Für Schucherts ist der Norden seit Jahrzehnten ihr zweites Zuhause. Die langen Schlittenhunderennen sind aber nicht nur wegen der außergewöhnlichen Landschaftserlebnisse so reizvoll, sondern auch wegen der vielen Freunde und Bekannten, die die Schucherts inzwischen dort haben. „Nirgends ist es familiärer als bei den langen Schlittenhunderennen in Norwegen“, sagt Bernhard Schuchert, und sicher ist das auch ein besonderer Anreiz, sich im Winter wieder dort zu treffen und sich mit den Hunden zu messen.

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