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Kreisvorstand versus Strunz

Mittwoch, 17.03.2010, 16:03 Uhr

Ahlen - Während des Kreisjugendtags wurde es bei der Wahl zum Koordinator für sportbegleitende Jugendarbeit emotional. Der komplette Kreisvorstand um den Vorsitzenden Manfred Mielczarek war zugegen und wohnte der Wahl bei. Nachdem der Kreisjugendvorstand seinen Mitstreiter Rudi Strunz zur Wiederwahl vorgeschlagen hatte, wurde vom Ehrenvorsitzenden des Kreises Beckum , Franz-Josef Strehle, als ernannter Vertreter des SV Neubeckum ein Gegenkandidat für das von Rudi Strunz ausgeführte Amt vorgeschlagen. In einer flammenden Rede stellte Strehle noch einmal die Verfahren des Kreisvorstands gegen Rudi Strunz in den Raum (die „AZ“ berichtete) und schlug Farzam Mehrvarz Pour (23 Jahre, Trainer und Schiedsrichter von SuS Ennigerloh) vor.

In einer geheimen Wahl stimmten die Vereinsvertreter ab. Mit Spannung wurde die Bekanntgabe der Auszählung erwartet. Diese ergab, dass von 45 Stimmzetteln, 26 Stimmen auf Rudi Strunz fielen. 17 Stimmen bekam der Gegenkandidat Farzam Mehrvarz Pour. Zwei Stimmen waren ungültig. Rudi Strunz nahm die Wahl an und richtete seine Stimme an den Kreisvorstand und kündigte eine Verbandsklage gegen Manfred Mielczarek an. Er fühle sich vom Kreisvorsitzenden diffamiert und verfolgt. Des Weiteren will Rudi Strunz gegen Einträge, die auf der Internetseite des Fußballkreises Beckum gegen seine Person gerichtet sind, ebenfalls klagen. Daraufhin gab es einen Schlagabtausch mit dem Kreisvorsitzenden Manfred Mielczarek, der sich sofort zu Wort meldete und eine emotionale Rede hielt, in der er sagte: „Rudi Strunz hat die Summe von 11.074 Euro nicht unterschlagen, denn er hat sie sich in die eigene Tasche gesteckt, sie dann aber auf mehrmaliges Auffordern der Sportgerichte zurückgezahlt. Aber es wurde nie nachgewiesen, um wie viel Geld es sich wirklich gehandelt hat, da das Sparbuch oder die Auszüge nie dem Vorstand vorgelegt wurden. Selbst nach eingehender Aufforderung nicht.“Beide Parteien kündigten weitere gerichtliche Schritte an. „Wenn das Sportgericht hier nicht Recht spricht, dann gibt es auch noch die Möglichkeit der zivilrechtlicher Schritte“, sagte Manfred Mielczarek. Bevor die ganze Angelegenheit weiter eskalierte, ging Versammlungsleiter Udo Zambo dazwischen und forderte beide Sportsmänner auf, die demokratische Wahl zu akzeptieren und bat beide um ein sportliches und vor allem faires Verhalten, wie es nach einer demokratischen Wahl sein sollte. Danach beruhigten sich die Gemüter, aber das letzte Wort in dieser Angelegenheit scheint noch lange nicht gesprochen.

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