Lenz-Musik
Die große Liebe der Insel: Ellie Goulding

Donnerstag, 20.05.2010, 18:05 Uhr

Wer ist diese Frau, in die ganz Großbritannien verliebt ist (wobei man ja weiß, dass sich die Inselbewohner schnell verknallen)? Was macht ihre Faszination aus, so dass ihr Song „Starry Eyed“ rauf und runter läuft, das Album „Lights“ auf der Insel Platz eins eroberte und Lena Meyer-Landrut ihr mit einem Cover zu einer großen Plattform verhilft - noch bevor ihr Album in Deutschland erscheint?

Ellie Gouldings Stimme zwitschert, säuselt, ist seltsam zerbrechlich und zugleich kräftig - vor allem, wenn energische Elektropop-Beats wie in „This Love“ darunter liegen. Eine spannende Mischung.

Ihre Texte sind poetisch, verträumt, aber zugleich selbstbewusst und furiengleich.

Ihre Melodien werden in vielen Songs mit jeder Zeile und jeder akzentuierenden Spielerei stabiler, bekommen Form und Dynamik. Satt hören kann man sich nicht an diesen ansonsten aber recht eingängigen Tracks. „The Writer“ beispielsweise ist so ein fließender Song, zu dem man sich einfach nur im Kreis drehen möchte, um seinen Sog noch zu verstärken.

Okay, wer sie hört, nimmt ihr gerne ab, dass sie von Björk fasziniert ist. Aber Beyoncé? Und Pearl Jam? Auch die hat Ellie, die jeden Tag eine Joggingstrecke von zehn Kilometern bewältigt, auf ihrem IPod. Wer so offen für Einflüsse ist, der lässt sich den Mund natürlich auch nicht verbieten. „Meine Mutter sagte mir, dass meine Stimme schräg klingt“, erinnert sich die Wahl-Londonerin an die Jahre, als sie nur zu bestimmten Zeiten daheim singen durfte. Die sind definitiv vorbei. Booker reißen sich um Ellie. Die von „Rock am Ring“ hatten Glück und Ellie im Line-up.

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