Filmrezensionen
Das Shrek-Universum: Deftige Märchen und Parodien

Donnerstag, 01.07.2010, 16:07 Uhr

Als er 2001 in Cannes an die Öffentlichkeit trat, rülpste und brüllte, da war mit dem grünen Sumpfmonster Shrek eine Figur geboren, die auf Anhieb Geschichte schrieb. Die Produzenten von Dream­Works wollten Rache an Disney und dessen Familienpolitik nehmen, aber Shrek hatte blitzartig ein Eigenleben, das weit über die Intentionen der Macher hinausging.

Es hagelte Filmzitate, Wortspiele und fast mehr für Erwachsene als für Kinder gedachte Anspielungen auf die Pop-Kultur. Shrek mischte die gesamte Märchenwelt auf, mit derben und drastischen Mitteln, die sich zum eigenen Stil und einem Universum entwickelten, in dem von den fressgierigen kleinen Schweinchen bis zu Pinocchio Einlass fand, wer parodiert werden wollte. Im dritten Teil allerdings disney-fizierten die Macher sich selbst: ein böses Eigentor.

Das machen sie jetzt wieder wett und werden rechtzeitig zum WM-Ende wieder für regen Kinobetrieb sorgen. Mehr als 13 Millionen Zuschauer sahen die ersten drei Teile. Nach diesem soll Schluss sein. Dann hat Shrek, was er von Anfang an wollte: Ruhe im Sumpf.

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