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Ratio-Chef Snoek wehrt sich gegen Spekulationen

Dienstag, 20.07.2010, 07:07 Uhr

Münster - Die Nachricht erreichte Ratio-Chef Hendrik Snoek an seinem Urlaubsort in Südfrankreich : In Branchenkreisen wird seit Ende vergangener Woche öffentlich über einen Verkauf des münsterischen Handelsunternehmens spekuliert. Ob dieser Berichte unterbrach Snoek seinen Urlaub und eilte am Montag in die münsterische Firmenzentrale.

Am Mittag erhielten die bundesweit rund 2600 Mitarbeiter sowie die Medien eine aus sechs Sätzen bestehende Erklärung. Einen Rückzug aus dem operativen Geschäft bezeichnet Snoek darin als „eine reine Spekulation “. Und weiter: „Dies bedeutet, dass die Geschäfte weiterhin von der Familie Snoek unverändert fortgeführt werden.“

Allerdings sagte Snoek auf Nachfrage unserer Zeitung auch: „Keiner weiß, was in zehn Jahren ist.“ Der Handel sei ein schnelllebiges Geschäft. Für den Augenblick gebe es aber keine Verkaufsabsichten. Ob Snoek damit die momentanen Spekulationen um die Ratio-Zukunft wieder einfangen kann, scheint jedoch eher ungewiss.

Zumal es auch in seinem engeren Umfeld in Münster heißt, der Ratio-Chef habe bereits in der Vergangenheit über einen Verkauf der Warenhäuser und Großmärkte nachgedacht. Nur die Grundstücke wolle er behalten. Und das soll nach wie vor aktuell sein, wie jetzt betont wird. Denn es ziehe Snoek verstärkt nach Südfrankreich, wo er weitgehend unbehelligt und in Ruhe leben könne.

Davon will der 62-Jährige ehemalige Europameister im Springreiten offiziell aber nichts wissen: „Wir haben hier so viel angepackt“, sagte Snoek gestern unter Verweis auf den neuen Großmarkt in Münster und das im Bau befindliche Warenhaus auf der Loddenheide, das im September eröffnet werden soll. Sein Engagement und Herzblut hingen daran, betonte Snoek gegenüber unserer Zeitung.

Gerüchten, wonach unter seinen Kindern kein Interesse an der Nachfolge in der Ratio-Geschäftsleitung bestehe, widersprach Snoek. Sein Sohn Tim habe erfolgreich Betriebswissenschaft studiert und solle in das Unternehmen eintreten. „Das ist der Plan.“

Als Interessent für eine Ratio-Übernahme wurde dagegen zuletzt immer wieder der Handelsriese Metro genannt.

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