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Nach gut elf Stunden Hawaii-Ticket in der Tasche

Mittwoch, 07.07.2010, 15:07 Uhr

Ahlen - Ein dritter Platz in der Altersklasse F40 bei den Europameisterschaften auf der Ironman-Strecke und die begehrte Qualifikation zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften auf Hawaii : Damit krönte die Ahlenerin Meike Hoffmeister einen anstrengenden Tag beim Frankfurt-Ironman.

Hessens Ministerpräsident Koch gab am vergangenen Sonntag den Startschuss zur neunten Auflage der Veranstaltung. Zum fünften Mal wurden in diesem Rahmen auch die Europameisterschaften im Ironman-Triathlon ausgetragen, bei denen 3,8 km im Langener Waldsee inklusive eines kurzen Landganges zu schwimmen waren, bevor es auf die in diesem Jahr aufgrund einer Baustelle auf 185 km verlängerte Radstrecke durch die Wetterau ging. Hierbei galt es auch 1000 Höhenmeter zu überwinden. Der abschließende Marathonlauf führte über vier Runden auf beiden Seiten des Mainufers entlang.

Unter den mehr als 2300 Athleten war auch die für den Tri-As Hamm startende Ahlenerin Meike Hoffmeister. Für sie standen die Vorzeichen eher ungünstig, da sie sich zwei Wochen zuvor bei einem Radsturz das Kahnbein gebrochen hatte und den Wettkampf mit einer Schiene absolvieren musste. Aber die Vorbereitung war mit rund 1200 km auf dem Ergometer, knapp 3000 km mit dem Rennrad, 750 Laufkilometern und fast 100 km im Wasser sowie einem vom Ameker Triathlon-Urgestein Hermann Ascher geleiteten Trainingsaufenthalt in der Toskana im Frühjahr gut.

So machte sich die zweifache Mutter bei fast schon tropischen Verhältnissen mit dem Ziel auf den Weg, eventuell einen der begehrten Hawaii-Slots zu bekommen, sich also für die im Oktober auf Big Island stattfindende Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Aufgrund der extremen Hitze im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich der See auf über 25 Grad erwärmt, sodass der für viele Athleten als „Schwimmhilfe“ dienende Neoprenanzug nicht genutzt werden durfte. Entsprechend langsamer waren dann auch die Schwimmzeiten der meisten Teilnehmer. Hoffmeister kam nach 1:25 Stunden als 19. ihrer mit rund 50 Teilnehmerinnen besetzten Altersklasse für ihre Verhältnisse sehr zufrieden aus dem Wasser. Nach einem unproblematischen Wechsel aufs Rad führte die 185 km lange Strecke die Teilnehmer zunächst in die City von Frankfurt , um dann weiter über mehrere Anstiege inklusive des berüchtigten Kopfsteinpflasters von Maintal-Hochstadt über Bad-Nauheim und Bad Vilbel wieder nach Frankfurt zu gelangen. Diese Runde war zweimal zu absolvieren. Hoffmeister konnte die erste Runde noch mit einem Schnitt von etwa 32 Stundenkilometern zurücklegen. Dann rutschte aber eine Seite des Aufliegers ab, sodass die günstige Aeroposition auf dem Rad nur noch bedingt eingehalten werden konnte. Dennoch erreichte sie mit einer Gesamtzeit von 5:51 Stunden die zweite Wechselzone und hatte sich mittlerweile auf den zehnten Altersklassen-Rang vorgekämpft.

Bei ihrer abschließenden Paradedisziplin, dem Marathon-Lauf, wurde der Athletin bei nun mittlerweile 30 Grad noch mal alles abverlangt. Sukzessive kämpfte sich Hoffmeister trotz zwischenzeitlicher Kreislaufprobleme Platz um Platz nach vorne und konnte in der letzten Runde sogar noch mal das Tempo anziehen, um den Marathon in flotten 3:52 Std. mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Altersklasse zu beenden und mit einer Gesamtzeit von 11:08 Std. Rang drei in der Gesamtwertung der Klasse F40 zu erreichen.

Alle Beschwerden waren fast vergessen, als klar war, dass Meike Hoffmeister sich damit für die WM auf Hawaii qualifiziert hatte.

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