USC Münster
Medaille knapp verpasst

Sonntag, 29.08.2010, 14:08 Uhr

Münster - Im Medaillenglanz strahlten andere, doch auch Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün hatten Grund zur Freude. Die deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand schloss das Duo aus den Reihen des USC Münster auf dem vierten Rang ab. Es war ein respektables Ergebnis für die beiden 30-Jährigen, die erst seit Beginn dieser Saison gemeinsame Sache machen.

Ihre zweifelllos beste Turnierleistung zeigten die Unabhängigen am Samstagmorgen im Spiel gegen Melanie Gernert (23/Dresden) und Hella Jurich (29/ Berlin ). Souverän in zwei Sätzen (21:12, 21:16) fegten sie die Konkurrentinnen vom Feld. „Da waren wir sehr, sehr gut. Total cool und völlig konzentriert“, krächzte Brink-Abeler gestern. Seit Juni nun schon hat die Medizin-Studentin Probleme mit den Stimmbändern. Das nasskalte Wetter am Freitag mit Wind und Wasser bis zum Spielfeldrand setzte ihr zusätzlich zu. „Die Bedingungen waren fürchterlich, eine einzige Katastrophe.“

Am Samstag dann schien an der Ostsee endlich die Sonne. Und mit ihr liefen zunächst auch die USC-Asse zu großer Form auf. Der Erfolg über Gernert/Jurich bescherte ihnen den Einzug ins Halbfinale. Als Gegner warteten dort Laura Ludwig und Sara Goller, die nationalen Ranglisten-Ersten aus Berlin. Beim 16:21, 17:21 zogen sich Brink-Abeler und Grün bei ihrer ersten gemeinsamen deutschen Meisterschaft achtbar aus der Affäre. Vielleicht wäre sogar eine Überraschung möglich gewesen, wenn der Aufschlag besser funktioniert hätte. „Er ist eine unserer besten Waffen. Leider blieb sie in diesem Spiel ziemlich stumpf“, ärgerte sich Brink-Abeler über die verpasste Chance.

Später ging auch die Begegnung um Platz drei verloren - 18:21, 15:21 gegen Katrin Holtwick (26) und Ilka Semmler (25) aus Berlin. Die sind wie Goller/Ludwig Nationalspielerinnen. Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün haben sich nichts vorzuwerfen. „Obwohl es natürlich schon blöd ist, wenn man die letzten beiden Spiele verliert und dann als Vierter heimfährt“, so Brink-Abeler.

In den nächsten Tagen legt das USC-Team eine schöpferische Pause ein. Am kommenden Wochenende spielen sie ein Einladungsturnier in Düren. Ende Oktober geht es dann noch einmal nach Asien. Bei Weltserien-Turnieren in China und Thailand hoffen sie auf einen versöhnlichen Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen. Gestern sagte Rieke Brink-Abeler: „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“

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