USC Münster
Cutura wird Münsteranerin

Samstag, 24.12.2011, 16:02 Uhr

Münster - Zwischenzeitlich hatte das Ganze das Zeug zur unendlichen Geschichte, doch nun ist es doch zu einem Finale gekommen: Hana Cutura , die hoch gelobte Volleyballerin aus Kroatien, spielt in der nächsten Saison für den USC Münster . „Das ist schön, wir sind sehr froh. Hana ist unsere Wunschspielerin auf dieser Position“, sagte Trainer Axel Büring . Die 22-Jährige soll im Außenangriff Maren Brinker ersetzen. Die deutsche Nationalspielerin veränderte sich bekanntlich zum Liga-Konkurrenten Allianz Volley Stuttgart . Büring glaubt, dass Cutura die Lücke schließen wird. „Was Maren kann, kann Hana auch“, erklärte der langjährige Coach der Unabhängigen gestern.

Der USC hatte die 1,96 m große Kroatin schon seit Monaten auf dem Radar. Verein und Spielerin wurden sich früh einig über den Wechsel, Münster überwies die fälligen Transfer-Gebühren pünktlich, zuletzt fehlte nur noch die (erforderliche) Zustimmung des kroatischen Volleyball-Verbandes. Als dem das Geld ausging und er Insolvenz anmelden musste, nahm sich das Nationale Olympische Komitee des jungen Balkanstaates der Sache an. Wieder verstrichen mehrere Wochen, ehe die Dinge jetzt endlich zu einem Abschluss gebracht wurden. Auch zur Erleichterung von USC-Geschäftsführer Detlef von Delft: „Dieser Transfer hat uns ganz schön beschäftigt.“

Cutura, die in den vergangenen vier Jahren in den USA spielte, ist der dritte Neuzugang beim USC. Zuvor hatte der deutsche Rekordmeister Kristin Kasperski vom Schweriner SC und Linda Dörendahl vom VC Wiesbaden ins Boot geholt. Kasperski soll Münster auf der Diagonalen voranbringen, Dörendahl gilt als erstklassige Libera.

So weit, so gut: komplett ist der Kader damit noch nicht. Dringend gesucht wird eine weitere starke Außenangreiferin. „Wir arbeiten daran“, sagt Büring und fährt fort: „Wenn wir jemanden finden, der zu uns passt und auch die finanzielle Seite stimmt, werden wir zuschlagen.“

Münster möchte in der kommenden Saison das Vierer-Play-off erreichen. Schon angesichts dieses ehrgeizigen Ziels ist der Bedarf im Außenangriff nicht zu leugnen. Nach der schweren Verletzung von Sina Fuchs (Kreuzbandriss) stehen für diese Position zunächst nur Cutura und Ines Bathen bereit. Eine weitere Alternative würde der Mannschaft spürbar guttun.

Gestern schickte Axel Büring seine Schützlinge in die letzte Erholungsphase vor dem Meisterschaftsauftakt am 24. November gegen den Deutschen Meister Rote Raben Vilsbiburg. Alle Spielerinnen erhielten vom Coach einen individuellen „Trainingsplan“ für die nächsten zweieinhalb Wochen. „Ein bisschen was tun, müssen sie auch im Urlaub. Es sind schließlich Leistungssportler“, so der Trainer.

Am 11. Oktober erwartet Büring sein Team zurück im Training. Schon am darauffolgenden Wochenende tritt die Mannschaft beim Ligapokal-Turnier in Hamburg an. Danach beginnt die letzte Phase der langen Saisonvorbereitung. In der Liga geht es dann Schlag auf Schlag. Mehrfach müssen die Teams durch englische Wochen. Die Belastung ist hoch - auch deshalb ist es wichtig, im Kader möglichst breit aufgestellt zu sein.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/279133?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F596157%2F596338%2F
Nachrichten-Ticker