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Kneipenfestival "Altstadt live": Einfach eine Super-Sause

Sonntag, 17.10.2010, 16:10 Uhr

Münster - Ein Summton liegt über dem Kuhviertel , ein Ton, der sich aus etlichen gleichzeitig spielenden Bands zusammensetzt und mit dem Klang von Regenrauschen mischt. Beim 19. „Altstadt Live“-Kneipenfestival bleibt nicht eine der zwölf Kneipen leer - und das nicht etwa, weil die Gäste sich vor dem Regen retten wollen: Sie kommen herein, um eine der zwölf Live-Bands zu sehen.

„Nothing Toulouse“ spielt im KU13 am Rosenplatz knackigen Rock, bei dem zwischendurch auch mal wieder die Akustik-Gitarre hervorgekramt wird: „Kommt näher, wir sind Musiker zum anfassen“, wollen sie wohl damit sagen. Gesagt, getan - die Stimmung zwischen dem eher jungen Publikum und der Band ist hervorragend.

Ein paar Meter weiter im Blauen Haus wird ebenfalls zur Akustik-Gitarre gegriffen: „Mc Carthy&Koch“ spielen auf einem Podest Klassiker von Oasis, den Beatles oder Pink Floyd und ernten Applaus aus allen Tisch-Nischen. Zur gleichen Zeit klingt der etwas härtere Rock-Pop-Sound von Coverband „Trinity“ aus der Cavete, während gegenüber in der Kreuzstraße 14 die „Retocs“ erfolgreich „AC/DC“ auf die Bühne bringen.

Richtig aufgemischt wird die Davidwache vom Dreigespann „Little Nork“ die mit Kontrabass, Gitarre und einem überzeugenden Gesang Bob Marleys „I´m gonna be Iron like a Lion in Zion“ erklingen lassen. Kneipenfestival-Besucherin Claudia Rösner ist extra wegen „Little Nork“ in die Davidwache gekommen: „Ich kenne die Band und finde, sie spielen einfach Super-Lieder und haben eine tolle Ausstrahlung“, so ihr Kommentar. Rockig-flockige Atmosphäre kommt mit „Rocket Fuel“ im Peacock auf. Hier ist auch eine große Gruppe ehemaliger Münster-Studenten, die extra für „Altstadt Live“ aus dem Nettetal angereist ist und sich begeistert zeigt: „Es ist eine geile Sause hier und super, dass alles so friedlich abgeht, obwohl die Kneipen so voll sind“, erzählt der ehemalige Lehramtsstudent Christian Dröttboom, während „Rocket fuel“ „Born to be wild“ schmettern. „Ich habe noch kein einziges schlimmes Wort heute Abend gehört“.

Auch die anderen Kneipen auf der „Jüdefelder“ sind voll: Tierischen Kult spielen „Die bekloppten Hunde“ in der Gorilla Bar, „What´s up“ füllen das „Barzillus“ und für funky Jazz Grooves sorgen „Box in the attic“ in der Destille. Zwei weitere Highlights nahe des Buddenturms machen das Kneipenglück perfekt: Im „Buddenturm“ wird zu „Pink“ und den „Red Hot Chilli Peppers“, interpretiert von Stimmungsbombe „Lucio“, ordentlich getanzt. Im „Alter Ego“ geht es ruhiger, aber trotzdem ausgelassen zu. Die Bochumer „Schmidtmann“ spielen zu dritt auch schon mal Blockflöte und bringen einen Hauch Folk ins „Alter Ego“. Der Regen prasselt weiter, aber das interessiert in den Kneipen niemanden. Hier wird noch lange gespielt, getanzt und gelacht.

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