125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahlen
Tonnenschwere Seilwinde stürzt in Dolberg auf 45-jährigen Arbeiter

Donnerstag, 11.11.2010, 16:11 Uhr

Ahlen / Dolberg - Ein klemmendes Seil löste am Donnerstagmittag eine folgenschwere Kettenreaktion auf einer Großbaustelle am Rande der Dolberger Falkenstraße aus. Unterhalb der Hochspannungsmasten wurde ein 45-jähriger Arbeiter von einer umstürzenden, tonnenschweren Maschine eingequetscht. Ein Rettungswagen brachte ihn mit schweren Verletzungen in die St.-Barbara-Unfallklinik nach Heessen.

Der 45-Jährige befand sich, so die Polizei, zwischen zwei maschinellen Seilwinden. Durch eine dieser Maschinen wurde ein Vorseil geführt, mit dem vier angehängte Stromleitungen zum Masten hochgezogen werden sollten, wie Marian Rappl , Sprecher bei Netzbetreiber „Amprion“, am Nachmittag erklärte. Dabei würden jeweils enorme Kräfte freigesetzt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, ereignete sich das Unglück, als ein Verbindungsstück zwischen zwei Seilen an einem Karabinerhaken hängenblieb. Die Maschine hob an, wurde aus der Verankerung zur Seite gerissen, der Mann aus Niederstotzingen zwischen beiden Maschinen eingeklemmt. Dabei hatte er noch Glück im Unglück, weil der Koloss von einer zweiten Maschine aufgefangen wurde. Sonst hätte ihn der Zweitonner unter sich begraben.

Arbeitskollegen verständigten die Rettungskräfte. Noch vor deren Eintreffen konnten sie das Opfer mit eigener Kraft befreien. Schwer verletzt wurde der Mann in die St.-Barbara-Klinik nach Heessen gebracht. Die Bezirksregierung Münster als zuständige Arbeitsschutzbehörde wurde eingeschaltet. Bis zum Ende ihrer Ermittlungen bleibt die umgestürzte Maschine außer Betrieb.

Die Feuerwehr mobilisierte Kräfte des Löschzugs Dolberg und der Hauptwache, brauchte aber nicht mehr einzuschreiten. Weil der Boden durch den Regen der vergangenen Tage stark durchweicht war, hatten Bretter ausgelegt werden müssen, um überhaupt an den Einsatzort zu gelangen.

Netzbetreiber „Amprion“, ehemals RWE, rüstet seine Hochspannungsmasten zwischen Uentrop und Walstedde auf einer Länge von 14,4 Kilometern nach (die „AZ“ berichtete). Die vorhandenen Masten waren bislang nur einseitig genutzt worden und werden jetzt auch an ihren freien Armen mit Leitungen ausgestattet. „Weil immer mehr Strom auf immer längeren Strecken transportiert wird“, wie Marian Rappl erklärte. Auf diesem Wege gelange demnächst etwa der durch Windenergie gewonnene Strom der großen Off-Shore-Anlagen von der Nordsee in den Süden.

Die Bauarbeiten werden von der Leitungsbaufirma SRB aus Dinslaken ausgeführt, die mit einem Dutzend Mitarbeitern im Abschnitt Dolberg im Einsatz ist

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