Karneval in Münster
Prinz Robert I. besucht den OB

Donnerstag, 11.11.2010, 20:11 Uhr

Münster - Es ist gute Tradition, dass der neue Karnevalsprinz am 11.11. dem Oberbürgermeister vorgestellt wird. Aber in diesem Jahr hätten sich die Karnevalisten das eigentlich schenken können. Denn OB Markus Lewe kennt den närrischen Gipfelstürmer seit Jahrzehnten. Er hat den kleinen Robert Erpenstein schon als Gruppenleiter im Ferienlager der St.-Norbert-Gemeinde Coerde betreut: „Damals nannten wir ihn Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt.“

Doch der mittlerweile auf stolze 1,94 Meter herangereifte Fliewatüüten-Robbi, hauptberuflich als Brandamtmann bei der Feuerwehr beschäftigt, ließ sich von alten Geschichten nicht beeindrucken. Und machte dem OB gleich klar, dass seine Tage als Rathaus-Chef gezählt sind: „Du hast noch 115 Tage Zeit, die Amtsgeschäfte zu ordnen, damit ich sie übernehmen kann.“

Natürlich lasse die Gemeindeordnung in diesem Falle auch einen Widerspruch bei der Aufsichtsbehörde zu, so Erpenstein - aber der sei zwecklos, weil man vor dem OB auch den Regierungspräsidenten entmachten werde.

„Ganz schön frech“ fand das der Oberbürgermeister. Und brachte dann auch seinerseits ein bisschen mehr Schärfe in die Debatte. „Wer sich mit Feuer auseinandersetzt“, so konstatierte der OB, der müsse auch mit scharfen Sachen umgehen können - und überreichte dem designierten Prinzen als Geschenk eine Ordenskette mit Peperoni und Knoblauch. Und dazu einen Liter Bio-Milch: „Zum Löschen.“

Dass Feuerwehr-Chef Benno Fritzen seinen Mitarbeiter Robert Erpenstein ins Rathaus begleitet hatte, erfüllte den OB mit gespielter Sorge: „Sicher beantragt der bald für seinen Fuhrpark ein Fliewatüüt . . .“

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