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Gute Noten für Ausbilder

Dienstag, 02.11.2010, 19:11 Uhr

Düsseldorf - Beinah jeder zweite Auszubildende in Nordrhein-Westfalen macht regelmäßig Überstunden . Das ist ein Ergebnis des Ausbildungsreports NRW 2010, den der Deutsche Gewerkschaftsbund am Dienstag in Düsseldorf vorgestellt hat.

Demnach arbeiten 44,5 Prozent der befragten Lehrlinge mehr als die für Jugendliche erlaubten 40 Stunden pro Fünf-Tage-Woche. Die stellvertretende Landesvorsitzende des DGB, Sabine Graf , interpretierte diese Zahl kritisch: Zu viele Azubis werden als billige Arbeitskräfte ausgenutzt, da kommt die Ausbildung oft zu kurz.“

Allerdings geben die Auszubildenden ihren Betrieben meist gute Noten, 70 Prozent von ihnen sind der Studie zufolge mit der Qualität der Ausbildung zufrieden. Drei von zehn Lehrlingen üben dagegen Kritik, etwa an der fachlichen Anleitung oder an der Vergütung. 11,6 Prozent der 1650 befragten Azubis gaben an, dass sie häufig oder immer ausbildungsfremd eingesetzt werden, weitere 17,5 Prozent erleben dies manchmal.

Zu den besonders positiv bewertete Lehrberufen gehören Bankkaufmann, Elektroniker, Industriekaufmann oder Mechatroniker. Schlecht kommen die Berufe Maler, Tischler oder Koch weg.

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