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Achtung: Zakkenroller und Taschendiebe auf Weihnachtsmärkten

Samstag, 27.11.2010, 11:11 Uhr

Münster - Seit mehr als einem Jahrzehnt gehen deutsche und niederländische Polizeibeamte gemeinsam Streife auf Münsters Weihnachtsmärkten, und wie immer gehört es auch diesmal wieder zu ihren wichtigsten Aufgaben, die Gäste aus dem Nachbarland vor „Zakkenrollers“ - Taschendieben - zu warnen. In diesem Jahr allerdings haben die binationalen Streifen noch eine weitere Aufgabe: nach den Terrorwarnungen des Bundesinnenministeriums noch mehr nach Verdächtigem Ausschau zu halten. „Wir sollten diese Gefahr nicht dramatisieren“, betont der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann . „Aber wir wollen einfach, dass niemand Bedenken haben muss, die Weihnachtsmärkte zu besuchen.“

Gestern nahmen die grenzübergreifenden Streifen den Dienst auf, und gleich am ersten Tag wurden die Beamten darüber informiert, dass sich vor Lamberti ein angeblich herrenloser Rucksack befindet. Polizisten nahmen das Objekt unter die Lupe, es entpuppte sich zum Glück als harmlos. Dennoch: „Es ist gut, wenn die Bürger wachsam sind“, unterstreicht Volkmann.

Die Hauptaufgaben der Streifen liegen freilich woanders. Sie helfen, wenn ein Kind verloren gegangen ist, weisen den Weg zum Busparkplatz oder zum Auto - auf Deutsch und, natürlich, auch auf Niederländisch. „Schließlich sind die münsterischen Märkte bei meinen Landsleuten äußerst beliebt“, betont Annelore Roelofs , die nicht nur der Polizei in Nord- und Ostgelderland vorsteht, sondern auch die deutsch-niederländische Polizeizusammenarbeit koordiniert.

Freitags, samstags und sonntags sind bis zum Fest jeweils vier deutsch-niederländische Streifen von 12 bis 20 Uhr in der City unterwegs. Nicht zuletzt für die Beamten aus den Niederlanden ist der Einsatz im Schatten von St. Lamberti eine willkommene Abwechslung. „Münster ist eine schöne Stadt, und es ist schön, sich mit den deutschen Kollegen auszutauschen“, betont Agent Willie Lodewick. Normalerweise ist er in Aalten im Einsatz, „ein Dorf“, wie er hinzufügt. In den kommenden Wochen wird er sich unter anderem mit Polizeikommissarin Julia Böhlendorf durch die Menschenmassen schieben. „Man kann so vielen Leuten helfen“, freut sich die Beamtin bereits jetzt.

Für die beiden sind die grenzüberschreitenden Streifengänge eine Premiere - ebenso für alle anderen deutschen und niederländischen Polizisten, die auf den Weihnachtsmärkten unterwegs sein werden. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen: „Im Sommer gibt es solche Streifen auch in Den Haag“, berichtet Annelore Roelofs. Vielleicht wird ja im kommenden Jahr auch ein Beamter aus Münster am niederländischen Regierungssitz unterwegs sein. . .

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