Münster
Lepra-Patient an der Uni-Klinik

Dienstag, 11.01.2011, 07:01 Uhr

Münster - Sie gilt in Deutschland als ausgerottet: Lepra . Doch in der vergangenen Woche mussten die Infektionsexperten der Uni-Klinik einen Münsteraner wegen einer Lepra-Erkrankung behandeln. Der Mann hatte sich bei einer Reise nach Brasilien infiziert - allerdings nicht mit der ansteckenden Form.

Inzwischen wurde der Patient nach Hause entlassen. Bis zu zwei Jahre wird der Münsteraner noch mit Tabletten behandelt. Ein bis zwei Lepra-Fälle pro Jahr werden nach Klinik-Angaben in Münster behandelt. Die Krankheit ist laut Deutscher Lepra- und Tuberkulosehilfe in Indien, Indonesien, Brasilien und Myanmar verbreitet.

„Aber man muss schon viel Pech haben, wenn man sich als Tourist eine Lepra holt“, sagt Prof. Dr. Cord Sunderkötter von der Uni-Klinik. Über kleine Hautwunden dringe das Lepra-Bakterium in den Körper ein. Vor allem Menschen, die in beengten und schlechten Verhältnissen wohnten, seien gefährdet, aber nicht alle seien - genetisch bedingt - dafür anfällig.

Lepra-Symptome sind laut Sunderkötter Flecken und Knoten auf der Haut sowie Nervenstörungen. Grund zur Panik bestehe aber nicht. Die Krankheit sei heilbar.

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