Sozial-integratives Boxsport-Projekt
Boxhandschuhe für den Bundespräsidenten

Samstag, 15.01.2011, 13:01 Uhr

Münster - Große Ehre für den Gründer des Boxprojekts Farid ´s QualiFighting“ des Sportvereins Telekom-Post, Dr. Farid Vatanparast: Der gebürtige Iraner durfte am Donnerstag am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in Berlin teilnehmen. „Eine tolle Sache“, betont Vatanparast, der beim anschließenden Mittagessen im Schloss Bellevue sogar am Tisch von Christian und Bettina Wulff Platz nehmen durfte.

Erst eine Woche zuvor hatte Vatanparast von der Einladung erfahren. „Ich war zu sehr mit dem Abschluss meiner Promotion in Erziehungswissenschaften befasst, um die Post zu öffnen“, berichtet der 31-Jährige.

Neben ihm waren 60 weitere ehrenamtlich Tätige zu dem Empfang geladen, außerdem zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens - von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis zu NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Dass ich als Vertreter der ehrenamtlichen Münsteraner dabei sein durfte, macht mich einfach nur stolz“, berichtet Vatanparast.

Knapp eineinhalb Stunden hatte er nach eigenen Angaben beim Mittagessen Gelegenheit, sich mit dem Präsidenten und seiner Gattin auszutauschen. „Ich stellte ihm Münster vor. Der Präsident meinte, er kenne die Stadt gut - schließlich stamme er aus Osnabrück.“ Vor allem Wulffs Frau sei von seinem Boxprojekt „begeistert“ gewesen, berichtet Vatanparast. Das integrative Projekt „Farid´s QualiFighting“ richtet sich besonders an Förderschüler mit Zuwanderungsgeschichte.

Am Rande des Empfangs hatte Vatanparast Wulff zwei kleine Boxhandschuhe übergeben - „damit er sich auch weiterhin gut durchboxt“. Wulffs Antwort lauf Vatanparast: „Darauf können Sie sich verlassen.“

Ein Gegengeschenk gab es nicht, doch Vatanparast ist mit dem Verlauf der fünfstündigen Veranstaltung auch so rundum zufrieden: „Die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, sind viel mehr wert als materielle Dinge.“

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