FREIHERR-VOM-STEIN-GYMNASIUM
Astrid Lindgren ist ihr Vorbild

Montag, 21.02.2011, 00:02 Uhr

Alexandra Fischer-Hunold wurde 1966 in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Anglistik und arbeitet seit der Geburt ihrer Tochter als Kinderbuchautorin in Münster . Wir, zwei Schüler der 8b des Freiherr-vom Stein-Gymnasiums, hatten die Gelegenheit, die Autorin zu interviewen: Wie viel schreiben Sie pro Tag? Fischer-Hunold: Unterschiedlich. Es kommt darauf an, wie ich drauf bin und wie viel Zeit ich habe. Gibt es einen festen Ablauf am Tag? Fischer-Hunold: Nach dem Frühstück setze ich mich an den Schreibtisch und gucke nach neuen E-Mails, dann fange ich zu schreiben an und höre ungefähr um ein Uhr auf. Und mache Mittagessen. Am Nachmittag plane ich dann, wie ich am nächsten Tag die Geschichte weiterschreibe und beantworte meine E-Mails. Was für Bücher schreiben Sie? Fischer-Hunold: Ich schreibe hauptsächlich Kinderbücher für Sieben- bis Achtjährige, besonders gerne Krimis und Gespenstergeschichten. Warum schreiben Sie ausschließlich Kinderbücher? Fischer-Hunold: Ich schreibe besonders gerne Kinderbücher, weil mir das total viel Spaß macht und weil ich mich dann selbst wie ein Kind fühle. Wie viele Bücher haben Sie schon geschrieben? Fischer-Hunold: Eine gute Frage. Ich glaube ungefähr 50. Wie lange brauchen Sie für ein Buch? Fischer-Hunold: Das ist sehr unterschiedlich. Für die „Tatort Erde“- Bücher ungefähr drei bis vier Monate, da man sehr lange mit dem Recherchieren beschäftigt ist. Für Erstleserbücher meistens eher nur ein bis zwei Monate. Die Sachinformationen müssen nämlich genau stimmen und man braucht sehr lange, alles herauszufinden. Das kann man nie genau sagen, weil es davon abhängt, wie viel einem einfällt. Was passiert mit einem Buchtext, wenn er fertig ist? Fischer-Hunold: Wenn ich das Buch zu Ende geschrieben habe, schicke ich es zum Verlag. Dort gibt es eine Lektorin, und die liest sich dann meine Texte durch und redigiert sie. Das heißt sie guckt, ob die Texte für die entsprechende Altersgruppe okay sind, dass sie keine Fremdwörter enthalten, die die Kinder nicht verstehen. Sie muss auch gucken, ob ich inhaltliche Fehler gemacht habe. Zum Beispiel wenn ich auf Seite eins geschrieben habe, dass eine Person braune Haare hat und auf Seite 70, dass sie blonde hat, dann muss sie es korrigieren. Ich bekomme das Manuskript dann irgendwann zurück und dann muss ich gucken, ob ich mit den Änderungen einverstanden bin oder nicht. Anschließend geht das Manuskript an den Illustrator und dann noch an ein paar Korrekturleser. Wenn der Illustrator und die Korrekturleser fertig sind, schicken sie es zurück an den Verlag. Dann wird ein Vordruck hergestellt, der Lektor sagt dem Producer, wo die Bilder hinsollen. Dann geht das alles in die Druckerei, kommt in den Handel und wird hoffentlich gekauft. Woher nehmen Sie Ihre Themen? Fischer-Hunold: Das ist ganz unterschiedlich. Zum einen ist es so, dass ich beim Verlag anrufe und sage, dass ich eine bestimmte Idee habe und dass ich gerne darüber schreiben würde. Dann besprechen die das und sagen mir, ob es gut ist oder eben nicht. Es ist aber auch häufig so, dass mich meine Lektorin anruft und mir Themen nennt, die gut sind und worüber ich schreiben soll.
Welches Buch von Ihnen finden Sie am besten gelungen? Fischer-Hunold: Also im Moment mag ich die „Sherlock von Schlotterfels“-Serie am liebsten. Daraus finde ich das Buch „Ein schauriger Geburtstag“ am besten. Gibt es jemanden, den Sie als Vorbild betrachten? Wenn ja, wen? Ich finde Astrid Lindgren als Kinderbuchautorin einfach unschlagbar. Julius Brühl Moritz Haberland Klasse 8b Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/77481?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F594850%2F596074%2F
Internationaler Geldwäsche-Ring vor Gericht - Hauptbeschuldigter aus Münster
Prozess in Paris: Internationaler Geldwäsche-Ring vor Gericht - Hauptbeschuldigter aus Münster
Nachrichten-Ticker