Neuenkirchen/Wettringen
Verbundschule: Zwei Zweige unter einem Dach

Dienstag, 08.02.2011, 19:02 Uhr

Neuenkirchen / Wettringen - Neuenkirchen und Wettringen werden ihre Real- und Hauptschulen zum Schuljahr 2012/2013 zu einer Verbundschule zusammenlegen. Das hat der Gemeinderat Neuenkirchen am Montag beschlossen, nachdem sich der Wettringer Rat im Dezember einstimmig für diesen Weg ausgesprochen hatte. Die Kommunen wollen mit diesem Schritt langfristig das weiterführende Schulangebot und dessen Qualität sichern. Bis zum Sommer wird ein pädagogisches Konzept für die neue Schulform erstellt, das die Bezirksregierung anschließend genehmigen muss.

Der Anstoß für die Verbundschule kam aus Wettringen, wo der Friedens-Hauptschule wegen sinkender Schülerzahlen in den kommenden Jahren das Aus droht. Sie soll nun mit der Heriburg-Hauptschule und der Snedwinkela-Realschule in Neuenkirchen unter ein Dach geführt werden.

Diese Verbundschule in Neuenkirchen und Wettringen wird die erste im Regierungsbezirk Münster sein, die aus der Kooperation einer Haupt- und einer Realschule hervorgegangen ist. Bei den sieben zuvor genehmigten wurden Hauptschulen nur um einen Realschulzweig erweitert. Dagegen trennen sich die zwei Schulzweige in der Verbundschule Neuenkirchen-Wettringen spätestens ab der siebten Klasse - es gibt aber nur ein Kollegium und eine Schulleitung. Wettringen bildet dann einen „Teilstandort“.

Dem Beschluss im Neuenkirchener Rat waren Debatten vorangegangen. SPD, Grüne und UWG hatten gefordert, auch die Modelle „Gesamtschule“ und „Gemeinschaftsschule“ in Erwägung zu ziehen. Die CDU wollte jedoch keine Konkurrenz zum bischöflichen Arnold-Janssen-Gymnasium im Neuenkirchener Ortsteil St. Arnold schaffen. Außerdem lehnte die Mehrheitspartei „Experimente“ wegen „drängender Zeit“ ab. Daher beschimpften die Grünen die CDU am Montag als „Taliban der Bildungslandschaft“.

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