Ahlener SG
„Müssen Einschränkungen vornehmen“

Montag, 28.03.2011, 23:03 Uhr

Ahlen / Hamm - Wie Eisenspäne nach einem Magneten richtet sich bei der HSG Ahlen-Hamm aktuell alles nach der finanziellen Machbarkeit aus. Der Magnet, er ist der Fixpunkt, die entscheidende Konstante, nach der der Handball-Bundesligist alle seine Planungen formiert. Mitte dieser Woche möchte Geschäftsführer Franz Dressel endlich Zahlen präsentieren. Dann soll der vorläufige Etat feststehen, mit dem Manager Kay Rothenpieler den Kader für die kommende Saison zusammenstellen kann.

„Wir müssen klären, welcher wirtschaftliche Rahmen zur Verfügung steht. Daran orientiert sich dann die Kaderplanung“, sagt Rothenpieler. „Es herrschen noch einige offene Fragen bezüglich der Sponsoren aus Ahlen, mit denen wir jetzt Gespräche führen werden. Sobald wir verbindliche Zahlen haben, kann Kay Rothenpieler eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen“, erläutert Franz Dressel. Man werde nicht den Fehler des Vorjahres wiederholen, zunächst Spieler zu verpflichten und dann erst deren Finanzierbarkeit überprüfen. „Wir planen nur mit gesicherten Beträgen, die mit Vereinbarungen und Verträgen verbrieft sind“, unterstreicht Dressel.

Klar ist, der Etat für die kommende Saison wird deutlich kleiner ausfallen als noch in dieser Spielzeit, wo er rund 2,5 Millionen Euro beträgt. „Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen, müssen einige Einschränkungen vornehmen. Wir befinden uns in einem Konsolidierungsjahr. Wir können nur das ausgeben, was wir einnehmen“, erörtert Manager Rothenpieler. Dennoch eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Zukunft auf die Beine zu stellen, die entweder im Oberhaus um den Klassenerhalt mitspielen oder im Unterhaus eine Spitzenposition einnehmen kann, bezeichnet Rothenpieler als „Spagat“.

Seit einigen Tagen führt er mit den jetzigen Spielern Gespräche über deren möglichen Verbleib. Auch die Verpflichtung eines neuen Trainers sei an diese Gespräche gekoppelt.

Allerdings deutete Kay Rothenpieler eine Alternativ-Lösung an: „Es könnte sein, dass wir das auch intern regeln.“ In der Zweiten Liga sei es durchaus vorstellbar, dass er selbst Übungsleiter bleibe. „Wenn es gar nicht anders geht, werden wir das so machen. Aber wir streben eine andere Lösung an, denn eigentlich ist der Aufwand als Trainer und Manager gleichzeitig zu groß“, sagt Rothenpieler. Denkbar erscheint zudem eine Rückkehr von Jens Pfänder.

Der im Oktober freigestellte Ex-Coach hat noch bis Ende kommender Saison einen gültigen Vertrag und belastet damit erheblich den Etat der HSG. Im Gespräch ist daher, Pfänder künftig als Trainer der Youngsters und zugleich als Leiter des Handball-Leistungszentrums in Ahlen einzusetzen. „Wir werden in naher Zukunft Gespräche mit Jens Pfänder führen und an einer Lösung arbeiten, mit der beide Seiten leben können“, hält Geschäftsführer Franz Dressel fest.

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