Bahn-Pläne
Neuer Hauptbahnhof: luftig und gläsern - deutlich weniger Einzelhandel

Freitag, 25.03.2011, 07:03 Uhr

Münster - Der neue Hauptbahnhof von Münster nimmt planerisch Gestalt an: Anstelle des längst in die Jahre gekommen Empfangsgebäudes soll eine neue, luftige und transparente Bahnhofshalle entstehen, wie die Stadtverwaltung in einem unserer Redaktion vorliegenden Papier für die Ratssitzung am 6. April schreibt.

Viel Glas also und „eine großzügige Eingangssituation zur Innenstadt“ schwebt den Bahn-Planern in Berlin vor. Damit soll das neue Gebäude als innerstädtischer Raum wahrgenommen werden. Dieser öffne sich im Erdgeschossbereich - unmittelbar zum Bahnhofsvorplatz gehörend - in Richtung Innenstadt. In die andere Richtung soll sich eine Sichtachse zu den Gleisen ergeben.

Bei der in der Vergangenheit umstrittenen Ausweisung von Einzelhandelsflächen im Bahnhof, kommt die Bahn der Stadt sehr entgegen, was auch die Innenstadt-Kaufleute interessieren dürfte: Die aktuelle Planung unterschreite die maximal erlaubten 10 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche „deutlich“, heißt es dort.

In den Augen der Stadtverwaltung entsteht mit dem Neubau ein „stadtverträglicher Mix aus Bahnhofs- und Verkehrsfunktion, Aufenthalts- und Verbindungsfunktion, Einkaufs- und Dienstleistungsfunktion“.

An der Ostseite (Bremer Platz), so heißt es, habe die Deutsche Bahn einen Flächenzuschnitt gewählt, der die Realisierung und Nutzung der zukünftigen Radstation durch die Stadt Münster an zentraler Stelle ermögliche. Außerdem seien dort in einer möglichen späteren Baustufe Hotels und Büros denkbar.

Darüber hinaus werden die Voraussetzungen geschaffen, die notwendigen und wichtigen Funktionen der Bahnhofsvorfahrt auf der Ostseite gestalterisch und funktional optimal organisieren zu können, wie die Stadt schreibt. Gedacht ist dabei an Kurzzeitstellplätze für Autos, Taxenstellplätze und Stellplätze für Fernreisebusse.

Im aktuellen Entwurf erkennt Stadtdirektor Hartwig Schultheiß die Absicht, „ein ansprechendes, gestalterisch hochwertiges Entree zur Stadt zu schaffen und dabei gleichzeitig den Standort des Hauptbahnhofes als Eingangstor und Verbindungsglied zwischen Innenstadt und Hafenquartier zu entwickeln“.

Dabei werde die Verknüpfungsfunktion des Hauptbahnhofes berücksichtigt: Sie unterstützt klare, direkte Wegeverbindungen zwischen der Innenstadt über den Bahnhofsbereich zum Ostviertel und zum Stadthafen sowie zur Halle Münsterland. Der Komplex Hauptbahnhof verliere in der Wahrnehmung seine Barrierewirkung, folgert die Stadt.

Wenn der Rat in seiner Sitzung am 6. April der Verwaltungsvorlage zustimmt, erneuert die Stadt zugleich ihr Bekenntnis, sich mit fünf Millionen Euro an dem Bahn-Projekt zu beteiligen.

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