Die Katastrophe von Japan
News-Ticker: Nach Tsunami - Mittlerweile 7320 Tote in Japan

Samstag, 19.03.2011, 00:03 Uhr

Tokio - Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan hat sich die Zahl der Toten weiter erhöht. Nach Polizeiangaben wurden nach der Katastrophe inzwischen 7320 Leichen geborgen. 11.370 Menschen würden noch vermisst. Die Arbeiten am stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins gehen indes mit Hochdruck weiter. Wir informieren Sie laufend in unserem News-Ticker über die aktuellen Entwicklungen in Japan! 19.45 Uhr: Bei einem demonstrativen Besuch auf der russischen Insel Sachalin nördlich von Japan hat Regierungschef Wladimir Putin versucht, seinen Landsleuten Sorgen vor einer radioaktiven Gefahr zu nehmen. Die Katastrophe in dem etwa 1500 Kilometer entfernten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sei keine Bedrohung für Russland, sagte der Ex-Kremlchef am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax. 19.15 Uhr: Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan hat sich die Zahl der Toten weiter erhöht. Nach Polizeiangaben wurden nach der Katastrophe inzwischen 7320 Leichen geborgen. 11.370 Menschen würden noch vermisst, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete. 18.23 Uhr:Der Eintritt der schlimmstmöglichsten Katastrophe in Fukushima wird nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA mit jedem Tag unwahrscheinlicher. 18.08 Uhr: Angesichts erwarteter Regenfälle mit einer möglichen Belastung durch radioaktive Partikel hat die japanische Atomenergiekommission die Bevölkerung der Krisenregion aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. Das teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Samstag mit. 17.21 Uhr:Bei den verzweifelten Rettungsarbeiten am schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben sechs Arbeiter zu viel radioaktive Strahlung abbekommen. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag mit Verweis auf den Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte. 16.14 Uhr:Rund eine Woche nach dem Erdbeben in Japan und den katastrophalen Störfällen im Atomkraftwerk Fukushima sind erste radioaktiv verstrahlte Lebensmittel aufgetaucht. Zudem wies das Trinkwasser in der Hauptstadt Tokio Spuren von Radioaktivität auf. In Fukushima kämpften Techniker, Feuerwehrleute und Soldaten weiter gegen die nukleare Katastrophe. 16.02 Uhr: Die Bundesregierung hat wegen der Atomkatastrophe in Japan eine Reihe vorsorglicher Maßnahmen zum Strahlenschutz in die Wege geleitet. So können sich Reisende aus Japan in Deutschland auf radioaktive Strahlung untersuchen lassen, Lebens- und Futtermittel aus Japan werden kontrolliert, Importgüter wie Unterhaltungselektronik und Autos stichprobenartig untersucht. 15.32 Uhr: Die Fußball-Bundesliga hat am Samstag der Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan gedacht. Vor dem Anstoß zum 27. Spieltag versammelten sich die Spieler am Mittelkreis zu einer Schweigeminute. Die Akteure liefen zu allen Partien des Wochenendes mit Trauerflor auf. 15.22 Uhr: Deutsche Bergungsspezialisten sollen am Samstag aus Japan zurückkehren. Die 41 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) werden gegen 21.00 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt landen, teilte das THW in Bonn mit. Die Helfer hatten seit Montag in der Präfektur Miyagi nach Verschütteten gesucht. Sie hatten ihren Einsatz abgebrochen, weil es praktisch keine Chance mehr auf Überlebende gab. 15.05 Uhr: Frankreich hat seit Donnerstag knapp tausend seiner Landsleute aus Japan ausgeflogen. Regierungsflugzeuge hätten die insgesamt 977 Menschen aus besonders gefährdeten Gebieten zunächst nach Südkorea transportiert, berichtete das Außenministerium in Paris am Samstag. 15.01 Uhr: Der weltgrößte Autobauer Toyota rechnet trotz der Katastrophe in Japan kaum mit Auswirkungen in Europa. „Nur bedingt“ werde es zu Lieferengpässen kommen. 14.10 Uhr:Als hätte es das Mega-Erdbeben nicht gegeben: In Tokio haben japanische Bauarbeiter den neuen Fernsehturm „Tokyo Sky Tree“ mit einer Weltrekordhöhe vollendet. 13.38 Uhr: Das japanische Gesundheitsministerium hat einen Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima angeordnet. Dies teilte die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Samstag mit. Zuvor war bei Milch und Spinat aus der Nähe des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden. Die Werte für radioaktives Jod überschritten laut japanischer Regierung die zulässigen Höchstgrenzen. Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden. 13.27 Uhr: Im Trinkwasser von Tokio sind Spuren von radioaktivem Jod aufgetaucht. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag mit Verweis auf die japanische Regierung. Auch in der Provinz Gunma seien „sehr geringe Mengen von radioaktivem Material“ im Trinkwasser gefunden worden, schreibt die Agentur Jiji Press. Die Präfektur grenzt an die Provinz Fukushima, in der Kernreaktoren außer Kontrolle geraten sind. 13.18 Uhr: Als hätte es das Mega-Erdbeben nicht gegeben: In Tokio haben japanische Bauarbeiter am Samstag den neuen Fernsehturm „Tokyo Sky Tree“ mit einer Weltrekordhöhe vollendet. Nur eine Woche nach dem gewaltigen Erdstoß sei die geplante Höhe von 634 Metern erreicht worden. Dies meldete die Betreiberfirma Tokyo Sky Tree Co auf ihrer Website. Damit sei das neueste Wahrzeichen Tokios der weltweit höchste Fernsehturm. Der Fernseh- und Radioturm ist zudem hinter dem Rekordhalter Burdsch Chalifa in Dubai (828 Meter) das zweithöchste Gebäude der Welt. 12.39 Uhr: Eine Woche nach der ersten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima kämpfen japanische Einsatzkräfte weiter gegen die nukleare Katastrophe. Techniker, Feuerwehrleute und Soldaten versuchen mit allen Mitteln, die schwer beschädigten Reaktoren des Atomkaftwerks Fukushima Eins zu kühlen, um Kernschmelzen zu verhindern. Weiterhin wird tonnenweise Wasser auf die teilweise zerstörten Hüllen der Reaktoren gespritzt. Welche Kettenreaktionen ablaufen, blieb unklar: Die hohe Radioaktivität macht es unmöglich, ins Innere vordringen. Messgeräte sind längst ausgefallen. 12.11 Uhr: Die Grünen haben zu Beginn ihres kleinen Bundesparteitags in Mainz mit einer Schweigeminute der Katastrophen-Opfer von Japan gedacht. „Die Menschen in Japan sind (...) nicht nur Opfer einer Naturkatastrophe geworden, sie sind auch Opfer einer atomaren Katastrophe“, sagte Parteichefin Claudia Roth am Samstag. Noch gebe es Hoffnung, das das Schlimmste im Atomkomplex von Fukushima nicht eintritt. In einem Beschlussantrag fordert die Grünen-Spitze einen forcierten Atomausstieg in Deutschland bis 2017. Änderungsanträge fordern sogar einen Ausstieg bis 2015. 12.04 Uhr: Die Kernkraftwerks-Betreiber in Deutschland haben nach Berechnungen des Darmstädter Öko-Instituts genügend Geld für den Atomausstieg zurückgelegt. Wie der Instituts-Experte Mathias Steinhoff dem Magazin „Focus“ sagte, kostet der Rückbau eines Meilers nach seinen Berechnungen etwa 750 Millionen Euro. Demnach würde der Rückbau der sieben Atomkraftwerke, die nach der Katastrophe in Japan hierzulande vorübergehend stillgelegt wurden, rund fünf Milliarden Euro kosten, sagte der Sachverständige für die Stilllegung kerntechnischer Anlagen. „Nach meiner Einschätzung reichen die Rückstellungen der Energieversorgungsunternehmen aus, um die Stilllegungskosten abzudecken.“ Der Abbau der Kraftwerke könne zwischen 15 und 20 Jahren dauern. 11.52 Uhr: Ältere Menschen dürften in Japan am stärksten von Erdbeben und Tsunami betroffen sein. Das zeigt ein Vergleich mit früheren Naturkatastrophen, den James Appleby von der Amerikanischen Gesellschaft für Gerontologie am Freitag (Ortszeit) präsentierte. Beim Hurrican Katrina 2006 im Süden der USA seien drei Viertel der Gestorbenen ältere Menschen gewesen. Nach dem Erdbeben im chinesischen Wenchuan 2008 habe sich die Sterberate von Älteren im Zeitraum von einem Jahr verdoppelt. 11.21 Uhr: Ein erneutes Nachbeben hat am Samstagabend (Ortszeit) die Erdbebenregion im Nordosten Japans erschüttert. Wie der Amerikanische Erdbebendienst USGS meldete, hatte das Beben eine Stärke von 5,9. Japanische Medien meldeten eine Stärke von 6,1. Das Epizentrum im Meer nahe der Ostküste Japans lag etwa 142 Kilometer nordöstlich von Tokio und 98 Kilometer südlich der Päfektur Fukushima. Über weitere Schäden gab es zunächst keine Meldungen. 10.24 Uhr: Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz warnt vor massiven Folgen für die Weltwirtschaft, falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerät. „Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen“, sagte Franz der „Rheinischen Post“ (Samstag). 9.45 Uhr: Öffnungen im Dach der Reaktoren 5 und 6 sollen weiteren Explosionen im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins vorbeugen. Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA in Wien haben Arbeiter Löcher in die Dächer der beiden Gebäude eingebracht, um die Ansammlung von Wasserstoff zu verhindern. Die Explosionen in anderen Reaktoren seien vermutlich durch Wasserstoff ausgelöst worden, heißt es auf der Homepage der IAEA am Samstag. 9.04 Uhr: Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt und ihre Umgebung wohl verlassen. Der überwiegende Teil ist nach Einschätzung der deutschen Botschaft in Japan nach Westjapan oder ins Ausland gereist. Im Großraum Tokio blieben vor allem die, die dort familiär verwurzelt seien oder das Land schon lange und gut kennen. „Ich schätze, dass sich weniger als Tausend deutsche Staatsbürger noch in ganz Ostjapan aufhalten“, sagte ein Botschaftssprecher in Japan am Samstag. Im Ballungsgebiet Tokio-Yokohama hielten sich bis zum Erdbeben etwa 3500 Deutsche auf. 8.31 Uhr: Neben Spinat ist auch Milch aus der vom Atomunfall betroffenen japanischen Provinz Fukushima verstrahlt. Das teilte Regierungssprecher Yukio Edano am Samstag in Tokio mit. Die Strahlenwerte überschritten die zulässigen Höchstgrenzen. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. Wer ein Jahr lang von der belasteten Milch trinken und den ebenfalls verstrahlten Spinat essen würde, erleide eine Strahlendosis von der Stärke einer Röntgenuntersuchung, erläuterte Edano. Auch in der Provinz Ibaraki, südlich von Fukushima, sei belasteter Spinat entdeckt worden. 8.18 Uhr: Am Reaktor 3 des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins ist nach Angaben der japanischen Regierung eine Verbesserung zu beobachten. „Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat“, sagte Regierungssprechers Yukio Edano. Die Kühlaktionen von außen hätten eine Wirkung gehabt. Es sei mehr Wasser in Reaktor 3 festgestellt worden. 7.42 Uhr: Ein weiteres Spezialfahrzeug zur Kühlung ist auf dem Weg zum schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins. Wie der Fernsehsender NHK am Samstag berichtete, könne die Maschine Wasser aus sehr großer Höhe versprühen. Das Fahrzeug sei in Deutschland gebaut worden und pumpe normalerweise flüssigen Beton. Ein ähnliches Modell sei bereits beim Atomunglück in Tschernobyl eingesetzt worden. 7.38 Uhr: Die Reaktoren im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen weitere sieben Stunden von außen mit Wasser gekühlt werden. Am Ende würden dann mehr als Tausend Tonnen Wasser versprüht sein, berichtete der Sender NHK am Samstag. Das helfe, die Temperatur und die radioaktive Strahlung zu senken. Es sei aber nur eine vorübergehende Lösung. Techniker arbeiten weiter daran, die Stromversorgung des Kraftwerks wieder herzustellen. 7.36 Uhr: Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein riesiges Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung Yomiuri zufolge sind die Krematorien schlicht überfordert. In den betroffenen Präfekturen werde nun sogar überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist. Die Regel sind Feuerbestattungen. Beerdigungen ohne vorherige Einäscherung machten nur 0,04 Prozent aus, hieß es. 7.20 Uhr: Spinat aus der Umgebung des defekten Atomkraftwerks Fukushima Eins in Japan ist radioaktiv verstrahlt. In den Pflanzen seien hohe Strahlenwerte festgestellt worden, erklärte ein Regierungsbeamter nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Samstag. 7 Uhr: Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, hat nach dem Atomunfall in Japan schärfere Auflagen für europäische Kernkraftwerke gefordert. Was in der EU „bislang fehlt, ist ein einheitlicher Bewertungsmaßstab für Kernkraftwerke“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Ein EU-weiter Standard dürfe aber nicht dazu führen, „dass man sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner trifft“. National geltende Standards dürften nicht abgeschwächt werden. 6.41 Uhr: An Block 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins hat am Samstagmittag (Ortszeit) ein neuer Kühlversuch begonnen. Feuerwehrleute richteten die Wasserkanonen ihrer Spezialfahrzeuge auf den zerstörten Reaktor, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Bereits am frühen Samstagmorgen hatten die Einsatzkräfte 25 Minuten lang 90 Tonnen Wasser auf die Anlage regnen lassen. 5.26 Uhr:Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen. Das meldete der Fernsehsender NHK am Samstag. Das zweite Kontingent stamme ebenfalls aus Tokio und sei 100 Mann stark. Die erste Gruppe besteht aus 139 Kollegen und war am Donnerstag vor dem AKW in Stellung gegangen. Der Wechsel geschehe, um die ersten Feuerwehrleute nicht noch stärker der radioaktiven Strahlung auszusetzen 5.03 Uhr: Zumindest von einem der Reaktoren im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins gibt es gute Nachrichten: In Block 5 sinkt die Temperatur im Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco meldete. Jedoch haben Reaktor 5 und 6 bisher auch die wenigsten Sorgen bereitet: Sie werden laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA mit dem Notstromdiesel des Blocks 6 gekühlt. Bei beiden Anlagen gebe es „keine unmittelbaren Bedenken“. 4.29 Uhr: Der aus den Trümmern seines Hauses in Japan geborgene Mann war doch nicht acht Tage lang verschüttet. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji am Samstag. Sie korrigierten damit erste eigene Angaben. Der Mann war Kyodo zufolge von einem Notaufnahmelager am Freitagmittag nach Hause zurückgekehrt, um dort aufzuräumen. Dort fanden die Retter ihn dann am Samstag. Er habe nicht sprechen können, hieß es zunächst. 3.23 Uhr: In Japan hat der Bau von Baracken für die Überlebenden von Erdbeben und Tsunami begonnen. Gut eine Woche nach der Naturkatastrophe begann am Samstag die Errichtung von 200 Behelfswohnungen in der besonders zerstörten Küstenstadt Rikuzentakata, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Die 30 Quadratmeter großen Fertighäuser sollen auf einem Schulgelände aufgestellt werden. Sie seien als Unterkunft für jeweils zwei bis drei Überlebenden vorgesehen. 2.24 Uhr: Acht Tage nach dem Beben und den Tsunamiwellen in Japan haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern gezogen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstagmorgen (Ortszeit). Der Überlebende sei in Kesennuma entdeckt worden, einem der am schwersten zerstörten Orte in der Katastrophenregion Miyagi im Nordosten Japans. 2.18 Uhr: Die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins bekommen bei ihrem Einsatz immer mehr radioaktive Strahlung ab. Der AKW-Betreiber Tepco erhöhte die Obergrenze erneut auf nun 150 Millisievert pro Noteinsatz, wie der TV-Sender NHK berichtete. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen - die Arbeiter überschritten diesen Wert aber regelmäßig. Die neue Vorgabe 150 Millisievert gelte „für einige Arbeiter im Außeneinsatz, weil die aktuellen Probleme beispiellos sind und sofortige Maßnahmen erfordern“, zitierte NHK die Begründung des Energieversorgers Tepco. 2 Uhr: Die Arbeiten am stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins gehen mit Hochdruck weiter. Die Bemühungen, die Kühlung wiederherzustellen, seien am Samstag beschleunigt worden, berichtete der Betreiber Tepco nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Es werde erwartet, dass Reaktor 2 im Laufe des Tages an die Stromversorgung angeschlossen werden könne. 1.40 Uhr: So viele Nachbeben wie nie zuvor sind dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag gefolgt. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mit. 1.23 Uhr: Auch Stunden nach dem Wasserwerfereinsatz am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima steigt dort noch immer Rauch auf. Der japanische Fernseh-Sender NHK zeigte Luftaufnahmen von Samstagmorgen (Ortszeit), auf denen weißer Qualm oder Wasserdampf zu sehen war. Die helle, viele Meter hohe Fahne waberte kontinuierlich nach oben.

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