E10
Aral setzt Biosprit-Einführung in NRW aus

Münster/Bochum - Der deutsche Marktführer auf dem Tankstellenmarkt, Aral, verschiebt die geplante Einführung des neuen Bio-Sprits E10 in Nordrhein-Westfalen. Hintergrund sei die „außergewöhnliche Nachfragesituation“ berichtete ein Aral-Sprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der WAZ. Derzeit klagt die Branche über massive Absatzprobleme mit der neuen...

Donnerstag, 03.03.2011, 00:03 Uhr

Münster /Bochum - Der deutsche Marktführer auf dem Tankstellenmarkt, Aral , verschiebt die geplante Einführung des neuen Bio-Sprits E10 in Nordrhein-Westfalen. Hintergrund sei die „außergewöhnliche Nachfragesituation“ berichtete ein Aral-Sprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der WAZ . Derzeit klagt die Branche über massive Absatzprobleme mit der neuen Spritsorte. Ursprünglich sei die E10-Einführung in dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit seinen vielen Verkehrsknoten bis Ende März geplant gewesen - von diesem Ziel kehrt der Branchenriese nun ab. Ob der neue Kraftstoff dann im April an den Aral-Zapfsäulen in NRW zu haben sein soll, sei derzeit noch nicht absehbar. Die Einführung solle jedoch so schnell wie möglich erfolgen. Angaben zu den Plänen für die anderen Bundesländer machte Aral zunächst keine. Auch Konkurrent Shell äußerte sich nicht. Bundesweit führen nach Branchenangaben derzeit etwa die Hälfte der knapp 15 000 Tankstellen das neue E10 bereits. Mit der Einführung des neuen Bio-Sprits habe Aral Ende Januar schwerpunktmäßig in Ost- und Süddeutschland begonnen. In West- und Norddeutschland biete Aral die neue Spritsorte bislang noch nicht an. Bundesweit betreibt Aral rund 2500 Tankstellen. Auch an Zapfsäulen des Tankstellenbetreibers Westfalen AG wird nach Angaben eines Sprechers in Münster derzeit kein E10 angeboten. Das Unternehmen zählt in NRW und im angrenzenden Niedersachsen rund 260 Stationen und ist damit nach eigenen Angaben größter konzernfreier Tankstellenanbieter in Deutschland. Die Benzinbranche ist gesetzlich verpflichtet, das neue E10 unters Volk zu bringen. Es soll weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) freisetzen. Bleibt E10 weiter ein Ladenhüter, drohen der Branche Strafzahlungen, die auf den Spritpreis aufgeschlagen werden sollen. Deutschland hatte mit der E10-Regelung Vorgaben der EU erfüllt.

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