Rot Weiss Ahlen
Ein Sturm kommt auf

Freitag, 11.03.2011, 18:03 Uhr

Ahlen - Um seinen Sturm beneiden den 1. FC Heidenheim - am Samstag ab 14 Uhr im Wersestadion Gegner von Rot-Weiß Ahlen - alle Drittligisten. Verständlich, denn Patrick Mayer (19) und Marc Schnatterer (11) haben mit zusammen 30 Toren mehr Treffer als gleich sechs Ligateams erzielt.

Rot-Weiß ist also gewarnt, auch wenn der FC seine beiden letzten Begegnungen verloren hat. „Das hat die unglaublich gewurmt, denn sie wollten unbedingt noch um den dritten Platz kämpfen“, weiß Marcel Busch zu berichten. Ahlens Mannschaftskapitän hat „sehr gute Kontakte“ nach Heidenheim . Er hofft, „dass wir diese Partie für uns entscheiden können“. Dann nämlich, so Busch weiter, würde das 3:3 nach 3:1-Führung in Jena in ganz anderem Licht erscheinen.

„Klar haben wir uns über den Ausgleich in Jena geärgert. Doch vorausgesetzt, wir schlagen heute auch Heidenheim, würde das für uns nach dem Sieg gegen Stuttgart sieben Punkte aus drei Spielen bedeuten. Und das wäre dann eine sehr gute Ausbeute“, meint Busch. So kann aus einem Ärgernis noch etwas Positives entstehen, wobei Sportdirektor Ronald Maul warnend den Zeigefinger hebt: „Das wird eine ganz schwere Partie, denn die Heidenheimer haben uns schon im Hinspiel die Grenzen aufgezeigt.“ Es war in der Tat Ahlens bitterste Niederlage. „Weil wir in der ersten Hälfte grottenschlecht gespielt und uns unglaubliche individuelle Patzer erlaubt haben“, erinnert sich Maul an die 0:3-Schlappe. Ihn haben damals insbesondere die Schnitzer von Daniel Flottmann und Christian Alder geärgert. „Eigentlich müssten alle Spieler noch einen dicken Hals haben, wenn sie an das Hinspiel denken, und sich deshalb besonders ins Zeug legen“, sagt Maul.

Cheftrainer Arie van Lent ist derweil zuversichtlich, „weil ich schon in Heidenheim eine gute zweite Halbzeit gesehen habe und deshalb der Meinung bin, dass wir gegen diese Mannschaft gewinnen können, und weil meine Jungs sich in den letzten Spielen deutlich verbessert haben“. Defensivprobleme nach Standards habe man gegen Stuttgart abgestellt, und bei diesem wichtigen 2:0-Erfolg vor vier Tagen war van Lent auch von der guten Gesamtarbeit seines Teams angetan. „Alle haben nach vorne und hinten gleichmäßig gut gearbeitet, das macht Hoffnung für die Partie gegen Heidenheim“, sagt der RW-Coach.

Vor allem auch deshalb, weil er erneut aus dem Vollen schöpfen kann. Denn auch Sebastian Ghasemi-Nobakht ist wieder fit, obwohl er nach dem Sieg gegen Stuttgart noch humpelnd vom Platz gegangen war. Gut möglich, dass er für Sebastian Hille von Beginn an aufläuft. Festlegen wollte sich Arie van Lent im Vorfeld noch nicht. „Alles ist möglich, auch ein Wechsel auf den Außenpositionen“, erklärte der Trainer.

RW Ahlen: Kühn - Blacha, Fleßers, Flottmann, Vrzogic - Busch - Ghasemi-Nobakht, Wölk, Book, Piossek - Taylor.

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