USC Münster
Der zweite Anlauf

Mittwoch, 20.04.2011, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 20.04.2011, 00:00 Uhr

Münster - Die Koffer sind gepackt, heute geht es los. Von Düsseldorf aus steuern Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün die chinesische 500 000-Einwohnerstadt San­ya an. Sechsmal wurden dort bereits die Wahlen zur „ Miss World “ durchgeführt. Kommende Woche rücken die besten Beachvolleyballerinnen der Welt in den Fokus. Es geht um Prämien und Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele 2012 in London. Fernab der Heimat starten die beiden 31-Jährigen in ihre zweite Saison. Die erste war durchwachsen, und das ist noch positiv ausgedrückt. In der zweiten soll vieles, im Optimalfall alles, besser werden. Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende bei einem Einladungsturnier in Monte Carlo fühlt sich das Team vom USC Münster gut. Doch beide möchten das Ergebnis nicht zu hoch hängen. „Auf der World Tour weht ein anderer Wind“, sagt Brink-Abeler. Sie weiß dies aus Erfahrung. Das Gros der anderen deutschen Teams, die um einen Startplatz in London kämpfen, ist zurzeit bereits in Brasilien am Ball. Brink-Abeler und Grün haben sich das erste große Turnier der Saison geschenkt. „Im letzten Jahr sind wir wie bescheuert zu jedem Turnier geflogen. Jetzt teilen wir uns die Kräfte besser ein. Brasilia haben wir auch sausen lassen, weil wir gespürt haben, noch ein paar Tage zu brauchen. Jetzt sind wir richtig fit für China“, erklärt Brink-Abe­ler. Im Anschluss an die Konkurrenz in Sanya zieht der bunte Tross weiter nach Schanghai. Gestern noch stand das Team in Köln auf dem Übungsplatz. Da Trainer Gerald Maronde mit zwei anderen Schützlingen unterwegs war, holten sich die Münsteranerinnen die ehemalige Profispielerin Danja Müsch ins Training. Am Nachmittag standen noch Einheiten mit den belgischen Nationalspielerinnen Liesbeth Mouha und Liesbet van Breedam-Simurina auf dem Programm. Auf dem Weg in die Weltspitze gehen Brink-Abeler und Grün keine Kompromisse mehr ein. Das Turnier in Sanya beginnt am Dienstag. Aufgrund der zeitigen Anreise bleiben den Münsteranerinnen volle drei Tage zur Akklimatisierung. Minimalziel bei der Saisonpremiere ist der Einzug ins Hauptfeld. Dazu müssten Brink-Abeler und Grün zunächst (mindestens) ein internes deutsches Duell gewinnen und anschließend die Qualifikation überstehen. „Ich denke, das ist zu schaffen. Wir fühlen uns gut. Und haben zuletzt in Monte Carlo auch unter Wettkampfbedingungen sehr ordentliche Leistungen abgerufen“, sagt Rieke Brink-Abeler.

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