Vor dem Heimspiel gegen Wiedenbrück
Preußen-Express bleibt in Fahrt

Montag, 09.01.2012, 11:39 Uhr

Münster - „Diese Mannschaft gehört in eine höhere Liga.“ Thomas Stratos , Trainer des SC Wiedenbrück , hat grundsätzlich nichts gegen Münster und seinen früheren Fußball-Verein, aber wenn es nach ihm ginge, dann begegnen sich sein SCW und der SC Preußen heute Abend (19 Uhr, Preußenstadion) zum letzten Mal im Kampf um Ligapunkte.

Die Preußen haben acht Spieltage vor der finalen Saisonbilanz endgültig das „Mit“ vor dem „Favoriten“ abgestreift und durch ein fettes „Top“ ersetzt. Der Weg in Liga drei führt nur über den SCP. Und deswegen erfüllt sich die Prophezeiung von Preußen-Trainer Marc Fascher , dass seine Elf sämtlichen Gegnern bis zum Saisonende nur noch „Spiele des Jahres“ beschert - und ihnen deswegen auch in schöner Regelmäßigkeit besonderen Ehrgeiz verleiht.

So sieht es auch im Falle des SC Wiedenbrück aus. „Das ist ein besonderes Spiel, ein schweres Spiel, vor allem aufgrund der Kulisse“, sagt Thomas Stratos und schickt seine Kampfansage direkt hinterher: „Aber man hat immer eine Chance."

Das sieht Marc Fascher ähnlich. Punkte in Glitzerpapier mit Schleifchen drum wird es für den SC Preußen in dieser Spielzeit nicht mehr geben. Nur harte Arbeit führt seine Mannschaft ans Ziel - wie in den jüngsten drei Spielen erfolgreich unter Beweis gestellt. „Wir wollen an die letzten drei Spiele anknüpfen“, sagt Fascher vor dem nächsten wichtigen Schritt im Saisonfinale. „Vor allem, was das Ergebnis angeht.“

Zitterphasen wie in den Partien gegen Bochum und Kaiserslautern seien verzichtbar, so Fascher. Immerhin bietet das Geläuf im Preußenstadion deutlich bessere Voraussetzungen als die fragwürdige „Spielwiese“ zuletzt in der Wattenscheider Lohrheide. „Wenn man einen Flachpass spielt und der mit der Brust angenommen werden muss, dann sagt das alles“, baut Fascher auf die zuverlässigeren Bodenverhältnisse im eigenen Stadion.

Verändern wird Fascher seine Sieger-Formation definitiv in der Innenverteidigung, wo Preußens zuverlässigster Erfolgsgarant, Patrick Kirsch, nach der fünften Gelben Karte pausieren muss. Für ihn darf Clement Halet endlich wieder auf seiner angestammten Position ran - und fällt gleichzeitig aus als potenzieller Ersatz für Jürgen Duah aus, der am Mittwoch noch über Magenprobleme klagte.

Hier stehen Julian Westermann oder auch - nach langer Leidenszeit - David Fall Gewehr bei Fuß. Für den verletzten Julian Loose könnte Mehmet Kara in die Stammformation zurückkehren. Als Reserve-Torwart sitzt Nils Wiedenhöft auf der Bank, Manuel Lenz stand gestern Abend im Kasten der Westfalenliga-Reserve. Damit wird wiederum ein Platz für einen „Routinier“ auf der Bank frei, den voraussichtlich Sercan Güvenisik oder Hüzeyfe Dogan besetzen wird.

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