Eurovision Song Contest
Zwischen Stresstest und Sturmfrisuren

Mittwoch, 11.05.2011, 18:05 Uhr

Düsseldorf - Katerstimmung, noch mehr Generalproben und ein Stresstest : Nach dem ersten Halbfinale des Eurovision Song Contests herrschen in Düsseldorf gemischte Gefühle. Wieso in mindestens zehn Ländern den Kommentatoren während der ersten von drei Shows der Ton wegblieb, ist jetzt immerhin geklärt: Eine sogenannte Multichannel-Audio-Verbindung zwischen den Kommentatorenkabinen und dem Zentralsystem sei schuld, erklärte NDR-Produktionspräsident Thomas Schreiber und sprach von einer „unglücklichen Premiere“. Die Panne sei nicht abzusehen gewesen, sagte Thomas Riedel. Seine Firma ist für die Technik des Grand Prix verantwortlich. „Das war ziemlich zufällig.“ In der Nacht werde es einen Stresstest geben, neue Sicherheitsleitungen würden zugeschaltet.

Der „Sonderstress“ in der Moderatorenkabine sei anstrengend gewesen, sagte Peter Urban, der seit 14 Jahren den Grand Prix kommentiert, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich glaube aber nicht, dass die Panne das Ergebnis beeinflusst hat. Es war eine gelungene Show.“ Bei den ersten Generalproben für das heutige zweite Halbfinale gab es allerdings gleich die nächste - kleine - Panne. Als Mika Newton aus der Ukraine auf der Bühne stand, fiel für ein paar Minuten die LCD-Leinwand aus.

Die Generalprobe zeigten auch: Beim zweiten Halbfinale dürfte es spannend werden. Mit den irischen Zwillingsbrüdern „ Jedward “, der Österreicherin Nadine und der dänischen Boy-Band „A Friend in London“ stehen dann erklärte Lieblinge des diesjährigen Wettbewerbs auf der Bühne.

Die Brüder John und Edward Grimes alias „Jedward“ demonstrieren bei jeder Gelegenheit ihre Sympathie für Lena - die 19-Jährige findet wiederum die Zwillinge toll. Ein gutes Zeichen ist das nicht: Lena hatte vor dem ersten Halbfinale am Dienstag schon gestanden, dass sie die Nummer „Boom Boom“ der armenischen singenden Boxerin Emmy mag. Es half nichts: Emmy qualifizierte sich nicht für das Finale. Und „Jedward“ hat harte Zwillingskonkurrenz: Daniela und Veronika aus der Slowakei tragen als „Twiins“ zwar keine Aufsehen erregenden Frisuren, dafür aber dem Grand-Prix-Klischee entsprechend Kleider, die zu ihrer Ballade im Wind wehen.

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