Handball
HSG ist Geschichte - Ahlen und Hamm trennen sich

Mittwoch, 29.06.2011, 17:06 Uhr

Ahlen / Hamm - So schnell geht`s: Nur ein Jahr lang dauerte die Vernunftsehe zwischen der Ahlener SG und dem ASV Hamm. Per Presseerklärung gaben beide Seiten am Mittwoch die Trennung der Profisparte bekannt.

Künftig wird der Nachbar und einstige Rivale als ASV Hamm-Westfalen in der eingleisigen Zweiten Liga an den Start gehen, während die heimischen Handballer einen Neuanfang in der Dritten Liga unter dem alten Namen Ahlener SG wagen. Die HSG ist damit reine Geschichte.

Nun herrscht Klarheit. Dabei war die endgültige Trennung nur eine Frage der Zeit. Der Weg, den beide Seiten ehelich einschlugen, war von Beginn an steinig. Neben der Kritik von außen, zwei ärgste Rivalen zu verschmelzen, krachte es besonders hinter den Kulissen immer wieder. Beide Parteien waren sich nicht grün. Vorläufiger Höhepunkt war die Entlassung von Ex-Trainer Jens Pfänder Ende Oktober 2010, die Geschäftsführer Franz Dressel eigenmächtig durchzog. Bei der ASG schüttelten sie nur mit dem Kopf.

Einigkeit demonstrierten Ahlen und Hamm lediglich darin, sich gegenseitig die Schuld für diverse Missstände in die Schuhe zu schieben. Somit war eigentlich schon während der laufenden Spielzeit in der Ersten Bundesliga klar, dass diese Partnerschaft zum Scheitern verurteilt ist. Den letzten Ausschlag gaben nun die Sponsoren. Nach dem Wegfall von „Humana“ und der Unternehmensgruppe Winkelmann, die beiden größten Geldgeber der Ahlener Seite, hatte die ASG ausgedient und konnte sich nicht länger wie gewünscht einbringen.

Der Großteil der Sponsoren komme mittlerweile aus Hamm, wie Geschäftsführer Franz Dressel im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte. „So gesehen konnten wir den Namen nicht länger rechtfertigen.“

Ahlens Berni Recker sieht die Trennung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich freue mich, dass wir wieder ein eigenes Gesicht bekommen. Auf der anderen Seite bin ich noch immer von der Grundidee der Spielgemeinschaft überzeugt. Es hätte eines längeren Atems bedurft.“

Gemeinsame Sache machen sie dennoch, wenn auch in abgeschwächter Form. „Die Kooperation des ASV Hamm und der Ahlener SG wird im sportlichen Bereich auch über die erste Erstliga-Saison hinaus fortgesetzt. Im Bereich der Jugend arbeiten beide Seiten weiterhin intensiv zusammen. Nebenbei erhält Sebastian Paul, Spieler des Zweitligakaders, ein Zweitspielrecht für die Mannschaft in der Dritten Liga. Torwart Torsten Friedrich bleibt zudem Jugendkoordinator im Handball-Leistungs-Zentrum Ahlen und trainiert auch weiterhin eine Jugendmannschaft, ebenso wie Jiri Hynek. Friedrich wird damit als Bindeglied beider Institutionen fungieren“, heißt es in der offiziellen Mitteilung an die Presse.

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