Lenz-Musik
Martin Solveig sagt fröhlich „Hello“

Freitag, 17.06.2011, 17:06 Uhr

Eigentlich kam er nur, um kurz „Hello“ zusagen. Und plötzlich geht Martin Solveig nicht mehr weg. Zum Glück - denn es wäre tatsächlich ein Riesenfehler , wenn der französische Erfolgs-DJ in unseren Landen plötzlich wieder von der Bildfläche verschwände. Gegen die beachtliche Konkurrenz von David Guetta , dem unermüdlich Star-Schützenhilfe widerfährt, hat sich der 34-Jährige erfolgreich durchgesetzt: mit fröhlichen Dance-Songs ohne brutalen Bass und quietschende Synthies. „Smash“ heißt Martin Solveigs sechstes Album - und es könnte das erste werden, das auch Charts-Platzierungen in Deutschland verbuchen kann.

Wie im Video zur Single „Hello“, in dem Solveig gegen DJ-Kollegen Bob Sinclair ein fiktives Tennismatch um die Gunst einer schönen Frau bestreitet, hat der gebürtige Pariser nach mehr als 15 Jahren Matchball: „Smash“ hat eine Reihe sehr tanzbarer Songs, die für die Clubs der Republik gemacht scheinen. Die Platte ist ein Ass geworden. Da darf sich Solveig mit dem mainstreamigen „Ready 2 Go“ an Guetta und mit „Racer 21“ an Daft Punk anlehnen.

Herausragend: die Kollaboration mit der kanadischen Elektro-Truppe Dragonette, die bei „Cant Stop“ und dem Pseudo-Cover „Big in Japan“ einen verschmitzten Disney-Charakter hat. Aber das ist so absichtlich schräg umgesetzt, als habe Solveig mindestens einen Clown, wenn nicht gar einen ganzen Zirkus gefrühstückt.

Und wer immer auf Elektro, Dance und House schimpft, dem seien die feinen Indie-Tracks „Get Away From You“ und „Boys & Girls“ ans Herz gelegt. Spiel, Satz und Sieg: Solveig!

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