Überdurchschnittlich viele Unfälle in Münster
Bußgelder - So teuer wird's für Radfahrer

Münster – Die Polizei führt in Münster nicht gerade wenige Fahrradkontrollen durch. Kein Wunder, in der Studentenstadt sind etwa 38 Prozent der Bevölkerung mit der Leeze unterwegs. Damit hat die Westfalenmetropole den größten Fahrradverkehrsanteil in der ganzen Bundesrepublik. Entsprechend viele Vergehen im Straßenverkehr gehen auch auf die Kappe von Radlern. Und das kann teuer...

Mittwoch, 22.06.2011, 00:06 Uhr

Münster – Die Polizei führt in Münster nicht gerade wenige Fahrradkontrollen durch. Kein Wunder, in der Studentenstadt sind etwa 38 Prozent der Bevölkerung mit der Leeze unterwegs. Damit hat die Westfalenmetropole den größten Fahrradverkehrsanteil in der ganzen Bundesrepublik. Entsprechend viele Vergehen im Straßenverkehr gehen auch auf die Kappe von Radlern. Und das kann teuer werden. Die Polizei geht in Münster besonders gründlich gegen Verkehrssünder auf der Leeze vor. Denn in der Unfallstatistik Nordrhein-Westfalens belegt Münster konstant den letzten Platz. Grund dafür sind überdurchschnittlich viele Radfahrer und Fußgänger, die durch kleinere Unfälle leicht verletzt werden. Die Polizei gibt als häufigste Unfall-Ursachen bei Leezen-Fahrern vor allem drei Gründe an. Zum einen werde auf der falschen Fahrbahn geradelt. Zudem anderen ignorieren viele Radler die Vorfahrt oder rote Ampeln. Und dann ist da noch – wenig überraschend in der Studentenstadt – der Alkoholkonsum. Als die Ecken in Münster, in denen es am häufigsten kracht, gelten die Hammer Straße, die Mensen am Aasee und am Coesfelder Kreuz. Außerdem ist der zweispurige Ludgerikreisel für Radfahrer immer wieder eine gefährliche Ecke. Zu etwa 100 Unfällen kommt es hier im Jahr. Aus dem Bußgeld-Katalog - 5 Euro: Ein Kind, das älter als sieben Jahre ist, auf dem eigenen Rad mitnehmen. - 5 Euro: Auf der Straße fahren, obwohl ein Radweg vorhanden ist. - 10 Euro: Freihändig fahren oder sich von einem Fahrzeug ziehen lassen. - 10 Euro: Abbiegen ohne den Arm zu heben. - 10 Euro: Ohne Licht fahren. - 10 Euro: Keine Klingel am Rad haben. - 15 Euro: Den Radweg in entgegengesetzter Richtung benutzen. - 15 Euro: Nebeneinander fahren oder jemanden bedrängen. - 25 Euro: Nach dem Handy tasten oder telefonieren. - 45 Euro: Über eine rote Ampel fahren.

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