Vainstream 2011
Pogen, Schubsen, Springen

Dienstag, 14.06.2011, 12:06 Uhr

Münster - Im Vergleich zu seinen großen Schwestern ist Vainstream noch ein sehr junges Rock-Festival. Am vergangenen Samstag gratulierten 17 Bands gemeinsam mit vielen Schwarzgekleideten am Hawerkamp zum Sechsjährigen. Angestoßen wurde nicht mit Sekt, sondern mit Bier.

Kurz nach Beginn war der asphaltierte Boden des Hawerkamp-Geländes bereits ein Plastikbecherfriedhof. Anstatt Torte mit Kerzen lag der Geruch von Frittiertem in der Luft. Und gemütliches Herumsitzen, zur Musik chillen und tanzen gehörte nicht zum Ablaufplan der Feierlichkeiten: Schließlich war es nicht der Tag der Schmuse-Musik. Die Kleiderordnung sah dunkle Outfits vor: Shirts mit Aufdrucken und viel Haut, verziert mit noch mehr Tätowierungen. Das Partymotto: Pogen , Schubsen und Springen. Und die über 10 000 Besucher sowie auch die Musiker hielten sich daran.

Das erste Ständchen kam von den aus Melbourne stammenden Deez Nuts . Es folgten „Protest The Hero“, die Hardcore Punker von „Kvelertak“, die Ska-Punk-Band „Sondaschule aus der Nachbarschaft“, gefolgt von „Suicide Silence“ und „ Asking Alexandria “, bei denen das Publikum leidenschaftlich im Kreis tanzte.

Als kleine Partyüberraschung rappte „Casper“ sein Ständchen, und Ingo von „Donots“ hielt die Party in Bild und Ton fest. Das Wetter war nicht ganz in Feierlaune, aber das störte keinen Gast. „Comeback Kid“ gaben nach ihrem Auftritt geduldig unzählige Autogramme. Sie wurden musikalisch von Maja Ivarsson und Band begleitet. Zuvor schwangen noch „Callejon“ und „Madball“, sowie die einheimischem Musiker von „Neara“ samt Opa Tanzbein und Köpfe. „Boysetsfire“ und „Parkway Drive“ bereiteten die Bühne für „Flogging Molly“, der Folk-Punk-Rock-Band mit den meisten Instrumenten. Hier hakten sich auch die Gäste in den letzten Reihen ein und drehten sich im Takt.

Etwas Spaß muss sein, sagten sich Brian und Alex von „The Gaslight Anthem“ und musizierten nicht nur im Stehen. Am Abend, mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages, und als Schmankerl für die ältere Generation, endete die Geburtstagsfeier mit den Urgesteinen von „Motörhead“. Ein ganzes Jahr dauert es nun, bis die Heavy-Metal-Fans sich erneut in die Shirts ihrer Lieblingsbands schmeißen können, um gemeinsam den nächsten Geburtstag zu pogen.

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