„Vier Leben“
Kreislauf des Lebens

Mittwoch, 28.12.2011, 09:32 Uhr

Überzeugender als in dem überladenen „The Tree of Life“ führt der von Michelangelo Frammartino inszenierte dokumentarische Essay „Vier Leben“ (im Original „Vier Mal“) den Kreislauf des Lebens vor. In wunderschönen Bildern aus Kalabrien , jedes einzelne zur Meditation und Kontemplation einladend und ohne Flüster-Kommentar, lässt sich der Film Zeit.

Visuell entschleunigt wird man mit einem Ziegenhirten vertraut, nach dessen Tod mit einer Ziege, dann mit einer Tanne und in der letzten Episode mit Holzkohle. Das kann man mit Seelenwanderung in Verbindung bringen - muss man aber nicht. Aus der Mitte entspringt kein Fluss, sondern eine Chaos auslösende ungeschnittene Szene, die sensationeller als mancher Actioneffekt ist.

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