Wie werde ich
Wie werde ich...? Glaser

Hadamar - Glaser sind Fachleute mit Durchblick. Sie bauen das Aquarium vom Nachbarn, aber auch die Kuppel des Reichstages. Dafür braucht es nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein Talent für Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen. Der Berufswunsch stand für Jens Schreiber aus München schon früh fest. Bereits mit 13 Jahren bastelte er am liebsten mit Glas...

Montag, 06.06.2011, 00:00 Uhr

Hadamar - Glaser sind Fachleute mit Durchblick. Sie bauen das Aquarium vom Nachbarn, aber auch die Kuppel des Reichstages. Dafür braucht es nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein Talent für Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen. Der Berufswunsch stand für Jens Schreiber aus München schon früh fest. Bereits mit 13 Jahren bastelte er am liebsten mit Glas. In kleinere Bilderrahmen setzte er geschickt neue Scheiben ein und sah vor Neubauten fasziniert den Arbeitern zu, wenn sie Glasfassaden montierten. Seit zwei Jahren arbeitet er als Geselle und plant schon seine weitere Karriere. Ohne Glas läuft heute im Alltag nichts mehr. Es ermöglicht im Auto den Durchblick, isoliert gegen Hitze, Kälte und Lärm und prägt die moderne Architektur. Glaser ist ein moderner Job mit Zukunft. «Die Berufschancen sind gut», beschreibt Stefan Kieckhöfel , Hauptgeschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Glaserhandwerks in Hadamar bei Koblenz, die Lage am Stellenmarkt. Wer sich für dieses Handwerk entscheidet, muss laut Kieckhöfel in Mathematik und naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern gut gewesen sein. Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen setzt jeder Ausbilder voraus. «Während einer dreijährigen dualen Berufsausbildung werden die angehenden Glaser sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet», erklärt Jorg-Günther Grunwald vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Die Ausbildung wird in den beiden Fachrichtungen «Fenster- und Glasfassadenbau» sowie «Verglasung und Glasbau» angeboten. In den ersten 18 Monate der Ausbildung sind die Inhalte jedoch dieselben: Es geht um die verschiedenen Glasarten und um die Klebe- und Dämmstoffe, die hauptsächlich verwendet werden. Die Spezialisierung auf eine der Fachrichtungen kommt im zweiten Teil der Ausbildung, die nach drei Jahren mit der Gesellenprüfung endet. Im Bereich Fenster- und Glasfassadenbau lernen die Lehrlinge Herstellung, Montage und Einbau von Fenstern und Fassaden und sind dabei, wenn ein Wintergarten vors Einfamilienhaus gesetzt wird. Wer sich dagegen für Verglasung und Glasbau entscheidet, lernt viel über Kunstverglasungen, Reparaturen und Restaurierungen, Spiegeleinbau und Spezialverglasungen. Walter Dernbach nennt technisches Interesse, mathematische Fähigkeiten, räumliches Vorstellungsvermögen, Selbstständigkeit und Ausdauer als Voraussetzungen für den Beruf. Er leitet das Staatliche Berufskolleg Rheinbach bei Bonn, das eine vollschulische Ausbildung in der Fachrichtung Verglasung und Glasbau anbietet. Sie ist der Lehre in einem Betrieb gleichgestellt und staatlich anerkannt. Während sonst in der Glaserausbildung Frauen einen ganz geringen Anteil stellen, sind sie in der Berufsfachschule in der Überzahl. «Bei uns beträgt der Frauenanteil etwa 80 Prozent.» Die Absolventinnen arbeiteten später schwerpunktmäßig in der Planung, Kundenbetreuung und Innenraumgestaltung. Die Ausbildungsvergütungen sind nach Angaben des Bundesinnungsverbandes regional unterschiedlich und richten sich nach den Tarifverträgen in den jeweiligen Bundesländern. Sie betragen im ersten Lehrjahr bis zu 592 Euro, können dann bis zu 644 Euro steigen und im dritten Jahr maximal 693 Euro erreichen. Website der Glaserinnung Infos zum Berufskolleg Rheinbach Infos zur Glaser-Ausbildung

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