Erweiterung des St.-Franziskus-Hospitals
28 Millionen für mehr Komfort

Mittwoch, 20.07.2011, 08:07 Uhr

Münster - Burkhard Nolte redet gar nicht erst drum herum: „Der guten Unterbringung wegen ist noch kein Patient zu uns gekommen . . .“ Sondern nur „wegen der guten Medizin und Pflege“. Der Geschäftsführer des Franziskus-Hospitals macht keinen Hehl daraus, dass die Patientenzimmer nicht die schönsten sind. Und genau das soll sich ändern: mit einem An- und Umbau des Bettenhauses 1 in vorderster Reihe des Hohenzollernrings. 28 Millionen Euro nimmt das Krankenhaus dafür in die Hand - aus Eigenmitteln, aus Fördertöpfen des Landes, aus Krediten.

Das Großprojekt, für das der offizielle Startschuss im Oktober fällt, liegt den Verantwortlichen schon lange am Herzen - wohl wissend, dass es sein muss, wohl wissend aber auch, dass da eine schwierige Zeit anbricht: „Bauen bei laufendem Betrieb, das wird natürlich für Patienten und vor allem für die Mitarbeiter eine sehr große Belastung“, betonen Dr. Ansgar Klemann (Kaufmännischer Direktor) und Michael van Lochum (stellv. Leiter Baumanagement) mit Blick auf Baulärm und Zimmerverlegungen.

Die erste Bauphase umfasst den Anbau vor Kopf des bestehenden Bettenhauses in Richtung Johannes-Hospiz. Auf acht Etagen - also auf identischer Höhe wie heute - entstehen unter anderem 30 hochwertig ausgestattete Wahlleistungszimmer mit exklusiver Lounge auf jeder Ebene. „Das wird von einem guten Hotel kaum noch zu unterscheiden sein“, sagt Burkhard Nolte. Im Erdgeschoss wird die bestehende Infektionsstation um sechs Zimmer erweitert. Wer aufmerksam am Hospital vorbeigeht, dem fällt schon der Bauzaun an dieser Stelle auf, erste Vorarbeiten sind angelaufen.

Der zweite Bauabschnitt umfasst dann die Front des bestehenden Bettenhauses zum Hohenzollernring hin - sie wird komplett nach vorn gezogen und mit dem heute schon bestehenden gläsernen Treppenhaus eine durchgehende Linie bilden. Auf diese Weise vergrößert sich die Nutzfläche - für das Franziskus-Hospital ein ganz wesentlicher Aspekt: „Wir können uns hier nicht mehr beliebig ausdehnen.“

Die Pläne - unter anderem auch die Gestaltung der Außenfassade - sind mit den Behörden abgestimmt, der Verkehr soll (fast) ungehindert über den Ring weiterrollen - die Weichen für die nächsten (Bau-)Jahre sind gestellt: 2015 / 2016 ist im Gespräch.

Nur einer bleibt von alldem unbehelligt: Der Heilige Franziskus, der am Eingang des Krankenhauses wacht. Seine steinerne Statue muss nicht weichen.

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