BBV-Perspektive 2011/2012
Wer schießt bei TuB Bocholt II jetzt die Tore?

Samstag, 06.08.2011, 09:08 Uhr

Bocholt - Erst am letzten Spieltag sicherte sich TuB Bocholt II in der vergangenen Saison mit einem 3:0-Sieg über den SV Haldern den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A. Ende gut, alles gut. Doch der Schrecken über den damals drohenden Abstieg ist noch nicht vergessen.

Vor allem die ganz schwache Rückrundenbilanz mit acht Niederlagen und nur vier Siegen wirft Fragen auf. Für die Frank Hörning , der Bocholter Trainer, auch nicht so eine richtige Antwort parat hat. „An der Vorbereitung hat es da sicherlich nicht gelegen. Nein, warum das so ist, kann ich im Endeffekt auch nicht so richtig sagen“, rätselt Frank Hörning.

Für die neue Saison strebt Hörning auf jeden Fall einen gesicherten, einstelligen Mittelfeldplatz an. So schnell wie möglich. Ein Selbstläufer dürfte das allerdings mitnichten werden. Sieben Spieler musste Hörning aus seinem Kader streichen, darunter mit Oliver Goerke und Martin Erfmann „alte Haudegen“ (Hörning). Goerke war viele Jahre einer der Top-Stürmer der Liga. In der vergangenen Saison kam er aber nach einer langwierigen Muskelverletzung überhaupt nicht in Fahrt und brachte es so auf eine für ihn äußerst bescheidene Trefferquote von gerade einmal vier Toren.

Beim Liga-Rivalen Olympia Bocholt sucht Goerke jetzt den Weg zurück zu alter Torgefährlichkeit. Mit Niklas Saborowski (zu DJK 97 Bocholt) und Fatih Cakar (zum 1. FC Heelden) gehen zwei weitere Stürmer, womit sich die Frage stellt: Wer soll in der neuen Saison eigentlich die Tore für TuB II schießen?

Timo Heisterkamp, der Kapitän, kommt dafür allemal in Frage. Schon in der abgelaufenen Saison avancierte Heisterkamp mit zehn Treffern zum Top-Torjäger in seiner Mannschaft. Patrick Büdding und Felix Haseke sind zwei weitere Stürmer. Erst genannter kommt aus der eigenen dritten Mannschaft und ist laut Hörning „ein durchaus etablierter Angreifer, der in der Dritten immer seine Torquote hatte. Ich wollte ihn aber bis jetzt nicht dort abziehen, weil ich schon viele Stürmer hatte.“

Stürmer sind jetzt eher Mangelware, und das ist die Chance für Büdding. Genau wie für Felix Haseke, der aus der eigenen A-Jugend stammt. „Ein sehr robuster Spieler, der im Sturm spielen kann, der aber auch in der A-Jugend in der Vierer-Kette gespielt hat.“

Mit Henning Scholten und Niklas Schemmer greift Hörning auf zwei weitere Talente aus der eigenen Jugend zurück. Mehr Erfahrung hat da sicherlich Michael Elsenbusch aus dem Kader der ersten Mannschaft. Trotzdem ist es auch für ihn ein Neuanfang. Nach zwei überstandenen Kreuzbandrissen hofft Elsenbusch in erster Linie darauf, dass sein Knie den Belastungen standhält.

Für Kubilay Serbes (eigene erste Mannschaft) kommt Christoph Paus aus der eigenen Dritten. Ein Linksfuß für den Hörning „die Zeit als reif“ sieht. Apropos Linksfuß: Gleich sieben Spieler im Kader von TuB Bocholt II bevorzugen das linke Bein beim Torschuss!

Dennis Piontzik ist der einzige externe Neuzugang. Wobei - allzu neu ist Piontzik auch nicht: Nach nur einem Jahr Spielzeit beim B-Ligisten 1. FC Bocholt kehrt Piontzik nun zurück.

Ein weiterer Neuzugang ist Björn Beltermann, oder besser gesagt, war Björn Beltermann. Eigentlich war der Ersatzkeeper der ersten Mannschaft für die neue Saison als Torhüter der Reserve eingeplant. Da aber der Neuzugang für die Erste, André Barth, doch nicht kommt, rückt Beltermann wieder in den Kader der ersten Mannschaft auf. Zumindest dann, wenn es dabei bleibt, dass Stammtorhüter Lars Swoboda aus Studiengründen zum 1. FC Gievenbeck wechselt oder es vielleicht auch eine ganz andere Lösung gibt. Aber keine Panik: Einen Torhüter wird die zweite TuB-Mannschaft auf jeden Fall haben. Mit Matthias Reinartz und dem Oldie Carsten Kampshoff stehen zwei parat.

Womit wir bei der Defensive sind. Die ist prinzipiell das Sorgenkind von Frank Hörning. „Wir haben einfach viel zu viele Gegentore kassiert“, weiß Hörning. 54 Gegentreffer waren es genau. Potenzial für eine Besserung hin zum Guten sieht Frank Hörning durchaus. Egal, ob er seinen Defensiv-Verband mit Libero oder in einer Dreier- oder Vierer-Kette agieren lässt. „Man wird sehen“, sagt Hörning. Dabei ist sich Hörning durchaus darüber im Klaren, „dass wir eine relativ schwere Saison vor uns haben werden.“ Zeit zum Einspielen gibt es aber nicht, gleich zum Auftakt reist TuB Bocholt II zum Meisterschafts-Favoriten BW Dingden.

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