Elna-Margret zu Bentheim arbeitet mit Berliner Designer-Duo
Steinfurter Prinzessin unterstützt Unrath & Strano

Samstag, 20.08.2011, 13:08 Uhr

Steinfurt/ Berlin - Die Kleider der Sommerkollektion 2012 sind frech in den Farben und betonen die weibliche Figur. Wie das feuerrote, das Elna-Margret Erbprinzessin zu Bentheim und Steinfurt gerade gerne trägt: „Weil es elegant und trotzdem herrlich bequem ist.“ Der glänzende Parkettboden im fürstlichen Wohnzimmer wird so schon mal zum Catwalk.

Echte Lieblingsstücke hat die 32-Jährige ansonsten eher nicht. Oder anders: „Sie hat jeden Tag ein anderes“, verrät Ivan Strano (37). Elna-Margret zu Bentheim mag eben alles, was Strano und sein Designer-Kollege Klaus Unrath entwerfen.

Seit Mai komplettiert die Steinfurter Prinzessin das Geschäftsführer-Trio des Berliner Modelabels Unrath&Strano. Zusammen haben sie die „U&S Fashion GmbH“ gegründet. Seitdem pendelt die Prinzessin zwischen der Familienidylle auf dem Schloss und der quirligen Modemetropole.

Seltener reist das bekannte Designer-Duo ins Münsterland. „Aber wenn wir mal hier sind, dann fühlen wir uns pudelwohl“, sind beide sich einig und machen es sich auf den goldenen Veloursofas bequem.

Daheim am Berliner Gendarmenmarkt wird am 1. September der erste Unrath&Strano-Store eröffnet. Dann gibt es Mode nicht mehr nur nach Termin, sondern zu ganz gewöhnlichen Ladenzeiten.

Elna-Margret zu Bentheim ist eigentlich fürs Kaufmännische im Unternehmen zuständig. Vor ihrer Hochzeit 2007 mit Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt hat die gebürtige Gießenerin Marketing, PR und Kommunikationswissenschaften studiert, war in der Modebranche tätig.

Doch wenn sie in Berlin ankommt, muss die Mutter mit Modelmaßen, Stammhalter Jonathan ist zweieinhalb, meist erst anprobieren, was sich die Modemacher in den Tagen zwischen ihren Berlin-Besuchen Neues haben einfallen lassen. „Sie testet die Prototypen“, sagt Klaus Unrath (41). Vor allem auf Funktionalität.

„Eine Puppe muss niemandem die Hand schütteln.“ Eine Prinzessin schon. Besonders, wenn ihr Mann einmal Fürst und damit Oberhaupt einer bedeutenden Adelsfamilie wird. Elna-Margret zu Bentheim erinnert sich an eine Jacke: „Sie sah einfach toll aus, aber ich konnte darin die Arme nicht bewegen.“ Unrath und Strano, die sich bei Vivienne Westwood in London kennengelernt und bereits seit 1999 eine gemeinsame Marke haben, besserten nach. Jetzt passt es.

Weniger exklusive Abendroben, dafür mehr Tragbares für den Alltag („ready-to-wear“), das Luxuslabel definiert sich mit einer sechsköpfigen Mannschaft gerade neu. Ivan Strano: „Wir wollen uns vor allem auf Kleider konzentrieren, die mit verschiedenen Accessoires immer einen perfekten Look garantieren – von morgens bis abends.“ Die auffallend gemusterten Stoffe sind extra für die Berliner gedruckt worden.

Auch wenn, bis auf die Maßanfertigungen, das meiste aus Kostengründen im Ausland produziert wird, ganz preiswert sind die Kleider nicht. Nur wenige Teile aus der Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2012 gibt es für unter 600 Euro. Klaus Unrath hält das für durchaus angemessen: „Wir haben viele Klassiker, die auch in der nächsten und übernächsten Saison noch schick sind.“

Burgsteinfurt, Berlin, Burgsteinfurt – Zeitmanagement ist für Elna-Margret zu Bentheim seit ihrem Einstieg bei Unrath&Strano noch wichtiger geworden. Sie mag sie dieses Wechselspiel zwischen den Welten: „Das beschauliche Leben auf dem Land gefällt mir genauso wie der Trubel in der Großstadt.“

Dass es für sie als Bürgerliche schwer gewesen sein soll, sich in Adelskreisen zurecht zu finden, und sie sich deshalb einen Freiraum weit weg von der Familie in Berlin geschaffen habe, diese Berichte in der Klatschpresse nerven die Prinzessin, weil es so nicht stimmt. Schmunzeln kann sie hingegen darüber, dass „in der Bundeshauptstadt so getan wird, als ob ich immer ein Krönchen auf dem Kopf habe“.

Für ihre Mode ist Elna-Margret zu Bentheim selbst die beste Werbung. Bei Familienfeiern und anderen offiziellen Veranstaltungen trägt sie natürlich Unrath&Strano. Und so sind auch einige ihrer adeligen Freundinnen aus dem Münsterland auf das Berliner Label aufmerksam geworden. Mit ihnen hat sich die Prinzessin schon zum Shoppen im neuen Store verabredet.

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