Anliegerversammlung
Sorgen vor der Bunker-Sprengung in der Ottostraße

Mittwoch, 14.09.2011, 21:09 Uhr

Münster - Die ersten, wenn auch leichten Erschütterungen waren schon zu spüren, bevor die ersten Sprengladungen zur Beseitigung des Bunkers in der Ottostraße gezündet wurden. Sorge um Beschädigungen des eigenen Hauses, Haftungsfragen, Lärm, Staub und Verkehrsprobleme kennzeichneten am Mittwochabend die Stimmung auf einer Informationsveranstaltung der Schlattmann Wohnbau GmbH im Huberti-Hof. Bauherr Manfred Schlattmann versicherte den Anliegern Gesprächsbereitschaft: „Wir als Unternehmer haben die Verantwortung. Wenn etwas ist, melden Sie sich bei uns.“

Das Bauunternehmen will auf dem Eckgrundstück Ottostraße, Ecke Lambertistraße drei Stadthäuser mit 17 Wohneinheiten errichten. Am 19. September wird dafür die Baustelle eingerichtet, Anfang Oktober beginnen dann die Sprengarbeiten, die sich etwa drei Monate hinziehen werden. Einen Monat später soll der Bunker dann endgültig Geschichte sein.

Ein Bausachverständiger begutachtet derzeit anliegende Häuser auf bereits bestehende Risse und Deformationen. Diese Gutachten sollen später Grundlage für Haftungsansprüche sein. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, wie der Bausachverständige beteuerte.

Der Abbruch soll möglichst erschütterungsfrei und immissionsarm durchgeführt werden, betonten Vertreter der Thüringer Sprenggesellschaft und des Abbruchunternehmens THK. Ganz ohne Lärm und Staub ginge es allerdings nicht.

Die zwei Meter dicken Bunkerwände sollen von innen dünner gesprengt werden, bis am Ende eine rund 60 Zentimeter dicke Außenhülle übrig bleibe. Die könne anschließend mit Baggern abgetragen werden. Jede Sprengung werde von einem Ingenieurbüro überwacht, damit die entsprechenden Normen eingehalten würden. Dazu würden demnächst in einigen ausgewählten Hauskellern Messgeräte aufgestellt. Es sei nicht auszuschließen, dass die Luftdruckwellen noch in etwa 100 Metern Entfernung wahrzunehmen seien.

Um mit den Geräten und Lkw in den Innenhof gelangen zu können, wird zunächst der Vorbau des Bunkers an der Lambertistraße abgerissen. Anschließend wird, so Frank Sauermilch von der Firma THK, engmaschig um das Gebäude herum ein Bauzaun gezogen. Die Lkw werden den Innenhof des Bunkers über die Ottostraße und die Lamberti­straße anfahren. Über die Lambertistraße geht es dann später weiter in Richtung Wolbecker Straße.

Im März sollen dann die Arbeiten für den Neubau aufgenommen werden. Die drei Stadthäuser sollen im Sommer 2013 bezugsfertig sein.

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